Im Ersten Weltkrieg zogen nicht nur Soldaten in den Kampf, sondern auch Geistliche. Neben der evangelischen und katholischen gab es auch eine jüdische Feldseelsorge. Sabine Hank und Hermann Simon stellen erstmals die Biografien und die Berichte der Rabbiner vor.
In Marokko leben Juden und Muslime schon lange Hand in Hand. Auch die 2011 verabschiedete Verfassung verspricht allen Bürgern gleiche Rechte. Der König wird als Oberhaupt aller Gläubigen definiert - auch der Juden. Die allerdings sind fast alle weg: ausgewandert nach Israel, Nordamerika oder Europa. Viele kommen allerdings immer wieder.
So vielfältig sich das Judentum darstellt, so facettenreich ist auch das jüdische Essen. In ihrem Kochbuch "Das Buch der Jüdischen Küche" beschreibt Claudia Roden über 1200 Rezepte. 1996 erschien es in englischer Sprache: Jetzt wurde es ins Deutsche übersetzt, was gut gelungen ist.
Das Wollheim Memorial ist nach Norbert Wollheim benannt, Überlebender des Konzentrationslagers Buna Monowitz. Er musste für die IG Farben Zwangsarbeit leisten. Das Memorial verbindet das Gedenken an die Opfer mit Informationen über die Geschichte ihrer Verfolgung.
Nach heftigen Diskussionen hat sich der Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg geeinigt - der Platz vor dem Jüdischen Museum soll "Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz" heißen. Zu Ehren des jüdischen Philosophen und weil der Bezirk eine Frauenquote für Straßen und Plätze beschlossen hatte.
"At the Gate of the Darkness" - so heißt das Auftragswerk für das diesjährige Kammermusikfestival des Jüdischen Museums in Berlin. Der Komponist Ayal Adler thematisiert in dem Werk die Wannsee-Konferenz, bei der die sogenannte Endlösung der Judenfrage besiegelt wurde.
Schon vor Wochen hat sich Israel in ein blau-weißes Fahnenmeer verwandelt. Denn das Land feiert sein 65-jähriges Bestehen an Yom Ha'atzmaut - dem Unabhängigkeitstag. In allen Städten zogen die Menschen am Vorabend auf die Straßen, unsere Reporterin hat sich unter sie gemischt.
Am 19. April 1943 erhoben sich die Juden im Warschauer Ghetto gegen ihre deutschen Besatzer, um der bevorstehenden Deportation in die Vernichtungslager zu entgehen. Eine Tagung in Berlin zeigte nun, dass der jüdische Widerstand gegen die Nazis noch weit vielfältigere Formen hatte.
Viele Holocaust-Opfer leben in Israel in Einsamkeit. Eine Initiative soll die Überlebenden aus der Isolation helfen. Das Programm heißt "Adopt a Safta" und bedeutet: Adoptiere eine Großmutter. Je zwei Personen kümmern sich um eine Frau, rund 80 Paare gibt es.
"Woran erkennt man Juden?" Aus Besucherfragen wie dieser haben die Kuratoren des Jüdischen Museums Berlin eine Ausstellung gemacht. In einer großen Glasvitrine nehmen täglich jüdische Gäste Platz und beantworten Fragen der Besucher.
Beiträge zum Nachhören
Aus der jüdischen Welt
Zum Tode von Yoram Kaniuk
Sendezeit: 14.06.2013, 18:25
Schulprojekt des Jüdischen Museums Berlin
Sendezeit: 14.06.2013, 18:20
Deutsche Juden im Dienst der Alliierten
Sendezeit: 14.06.2013, 18:07
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