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01.03.2010
Viele Bücher (Bild: AP) Viele Bücher (Bild: AP)

Buchempfehlungen im März

Lesetipps aus der Literaturredaktion

Jeden Monat veröffentlicht Deutschlandradio Kultur eine Liste mit fünf Buchempfehlungen. Die Liste der lesenswerten Neuerscheinungen wird von der Literaturredaktion des nationalen Kulturradios zusammengestellt als redaktionelle Bestenauswahl. Vorgestellt werden die Buchempfehlungen im Radiofeuilleton in der "Kritik". Die Listen sind jeweils als Leporello monatlich im Buchhandel erhältlich und beziehen sich auf die Bereiche Belletristik und Sachbuch.

Zygmunt Bauman: "Wir Lebenskünstler"
Suhrkamp Verlag, Berlin 2010, 206 Seiten, 14,- Euro
Der alte, scharfe Denker konfrontiert die flüssige, sich selbst ständig wandelnde Moderne samt Light-Beziehungen, Mode-Narreteien, Kunst-Hypes, Chancen-Lotterie und Gier mit konservativen Werten - und bleibt den zu Flexibilität verdammten Menschen verbunden. "Ob es uns passt oder nicht: Leben ist eine Kunst", lautet sein Fazit.


J. M. Coetzee: "Sommer des Lebens"
S. Fischer Verlag, Frankfurt/Main 2010, 297 Seiten, 19,90 Euro
Ein verstorbener Autor namens John Coetzee und ein Biograf, der fünf Personen interviewt, die ihn gekannt haben. In seinem dritten autobiografischen Roman steigert der Literaturnobelpreisträger das Verwirrspiel um Wirklichkeit und Fiktion ins Extrem. Der paradoxe Effekt: Die Wahrheit tritt umso schneidender zutage.


Raffaele Cantone: "Allein für die Gerechtigkeit. Ein Leben im Kampf gegen die Camorra"
Kunstmann Verlag, München 2009, 255 Seiten, 19,90 Euro
Der Staatsanwalt beschreibt eine Kultur der Illegalität, in der nicht zwischen richtig und falsch unterschieden wird. Wo Ermittler als Feinde der öffentlichen Ruhe gesehen werden. Wer die Camorra verstehen will, muss Cantone lesen.


Martin Walser: "Mein Jenseits"
Berlin University Press, Berlin 2010, 119 Seiten, 19,90 Euro
Chefarzt Augustin Feinlein, kurz vor dem Ruhestand, sinniert über das Leben allgemein, über die Liebe im speziellen und über den Glauben. Dabei entpuppt er sich als weiser Altersnarr. Diese geschliffene Liebes- und Gesellschaftskomödie ist ein Glück für jeden Leser!


Matti Lainema/Juha Nurminen: "Die Entdeckung der Arktis"
Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2010, 352 Seiten, 49,90 Euro
Historische Seekarten, stimmungsvolle Aufnahmen der bizarren Landschaft und ihrer Einwohner machen deutlich, warum es Menschen schon immer in die Arktis lockte. Mitreißend erzählen die Autoren von den klassischen Expeditionen. Eine faszinierende Reise in die Welt des Nordens.

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Proteste gegen Sparkurs in Portugal

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