In seinen letzten drei Klaviersonaten ist Schuberts kompositorische Reflexion über Beethoven allgegenwärtig. Doch sie erweist sich weniger als Annäherung denn als Emanzipation vom übermächtigen Kollegen. Auch in der Sonate in B-Dur D 960 schimmert die Beschäftigung mit Beethoven überall durch die Textur hindurch.
Anders als bei Schubert steht das Klavierschaffen bei Frédéric Chopin (1810-1849) nicht neben großen Symphonien oder Streichquartetten, sondern bildet den Kern seines Œuvres. Das Klavier war zweifellos sein Instrument und zwar nicht nur für den konzertierenden Pianisten, sondern auch für den Komponisten.
Martinů vollendete das Klavierquartett im April 1942. Er wurde als tschechischer Komponist gefeiert und die größten amerikanischen Orchester und Dirigenten führten noch in den Kriegsjahren viele seiner Werke auf. In den 1940er- und 1950er-Jahren war Martinů als Komponist und Lehrer ausgesprochen erfolgreich. Im Jahr 1959 verstarb Bohuslav Martinů an Krebs in der Schweiz.
Das erste Klavierquartett in g-moll ist zu einem Zeitpunkt entstanden, als die sechs Streichquartette, die Mozart seinem Lehrer Joseph Haydn widmete, veröffentlicht wurden und zwei Klavierkonzerte kurz vor der Uraufführung standen. Die Errungenschaften aus diesen beiden gegensätzlichen Gattungen verarbeitete Mozart in seinem ersten Klavierquartett.
Vor 125 Jahren fand am 22. Januar 1887 die Uraufführung des zweiten Klavierquartetts von Gabriel Fauré im Salon Pleyel in Paris statt. Fauré, Schüler von Camille Saint-Saëns und Lehrer von Maurice Ravel, war ausgebildeter Organist und Pianist und spielte beim Konzert der Société Nationale de Musique selbst das Klavier.
In den 2009 entstandenen "Augenliedern" für Sopran und Orchester hat der junge britische Komponist Ryan Wigglesworth vier Gedichte vertont, die den Zusammenhang zwischen Ohr und Auge thematisieren.
Eine Musik, die tonmalerisch das äußere Leben schildert, war im Grunde nie Joseph Haydns Sache. Auch die Sonne, die das englische Publikum gleich zu Beginn des Allegro con spirito aufsteigen sah, hat der Komponist im Zusammenhang mit diesem vierten der Erdödy-Quartette nie erwähnt. Dabei lag das Thema des Sonnenaufgangs im Jahre 1797 geradezu "in der Luft", nach der französischen Revolution.
Es ist vor allem die Widersprüchlichkeit der ersten Takte, die jeden Interpreten dieses späten, ersten Quartetts von Johannes Brahms vor grundlegende Fragen stellt. Ist es eine heroisch sich aufbäumende Violinmelodie, die von der Begleitung in die Höhe gestemmt wird, oder hebt hier - grundiert von rasendem Herzklopfen - der innig zögerliche Gesang eines Menschen an, der schon weiß, dass sein Behauptungsversuch gleich scheitern wird?
György Kurtágs Musik ist voller Augenblicke, in denen durch die Korridore der Zeit längst Vergangenes herüberklingt. Wie in einem gigantischen Archiv sind in seinen Werken die Erinnerungen an eigene, aber in Gestalt von "objets volés" auch an fremde Kompositionen miteinander verknüpft.
Lange vor Schubert und Mendelssohn leistete Wolfgang Amadeus Mozart auf dem Feld der vierhändigen Klaviermusik gewissermaßen Pionierarbeit. Wie Mendelssohn war er schon von Kindheit an mit dem vierhändigen Klavierspiel vertraut.
Beiträge zum Nachhören
Deutschlandradio Kultur
Weiter viel Arbeit am Deichbruch in Sachsen-Anhalt
Sendezeit: 16.06.2013, 17:17
SPD-Partei-Konvent
Sendezeit: 16.06.2013, 17:13
Kommentar - Der Parteitag "Die Linke"
Sendezeit: 16.06.2013, 17:09
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