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Plötzlich hat man es in München eilig: Drei Jahre lang wartete man vergebens auf ein plausibles Konzept für das geplante NS-Dokumentationszentrum. Jetzt zeigt sich: Die frühere "Hauptstadt der Bewegung" kann sich bewegen, wenn es um die Aufarbeitung der Nazizeit geht.
Bollywood-Star Shah Rukh Khan spielt den Superbösewicht in "Don 2 - The King is Back". Bei der Berlinale feiert der Film Deutschlandpremiere. Die Erwartungen sind hoch: Es ist der erste indische Film, der flächendeckend in die deutschen Kinos kommt und für ihn flossen deutsche Fördergelder.
Die "Frankfurter Rundschau" befasst sich mit den Trägern des "Leipziger Buchpreises zur europäischen Verständigung", die "Neue Züricher Zeitung" mit der amerikanischen Schriftstellerin Jennifer Egan und die "Süddeutsche Zeitung" mit der israelischen Schriftstellerin Zeruya Shalev.
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Es geht auch ohne Ehrenmorde und Problemkieze: Mit Filmen wie "Ararat" und "Karaman" verhandeln deutsch-türkische Regisseure auf der Berlinale Fragen der kulturellen Identität. Und verzichten dabei auf Klischees und klassische Migrantendebatten.
Bis in die 80er-Jahre war die inzwischen verstorbene Künstlerin Louise Bourgeois kaum bekannt. Das änderte sich, als das MoMA in New York ihr als erste Frau eine Retrospektive ausrichtete. Aus Anlass ihres 100. Geburtstags zeigt die Hamburger Kunsthalle nun das Spätwerk der Bildhauerin.
Gleich zum Berlinale-Auftakt gab es eine Weltpremiere - einen prachtvollen Kostümfilm aus der Zeit der Französischen Revolution, der die letzten Stunden von Königin Marie Antoinette beschreibt. Gedreht wurde an Originalschauplätzen in Versailles, in den Hauptrollen sind Diane Kruger und Léa Seydoux zu sehen.
Viele verschiedene Themen beschäftigen heute die Feuilletons: Die "SZ" befasst sich mit dem Thema Sex in Martin Amis Buch "Die schwangere Witwe", die "Welt" versetzt Thomas Manns "Der Tod in Venedig" den Todesstoß, weil Homosexualität ihr "Skandalaroma" eingebüßt hat und die "FAZ" verlacht den Burnout.
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Eine spannende und wichtige Frankfurter Ausstellung zeigt den norwegischen Künstler Edvard Munch im produktiven Umgang mit ganz anderen technischen Möglichkeiten. Er war dem Kino zugeneigt und experimentierte mit der Kamera.
Im Westen gelten die märchenhaften Opern des Russen Nikolaj Rimski-Korsakow als schwer vermittelbar. Doch das könnte sich schon bald ändern - auch dank einer grandiosen Inszenierung von Korsakows "Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesch" in Amsterdam.
Der zweite Film von Christian Schwochow, nach "Novemberkind", hat beim Filmfestival in Rotterdam immerhin Platz drei der Publikumswertung abgeräumt. Sehr emotional wird darin die Geschichte der jungen Schauspielerin Fine erzählt, die sich allzu sehr manipulieren lässt - sexuell wie persönlich.
Was "The Artist" in Frankreich ist Martin Scorseses Film "Hugo Cabret" für Hollywood: Die Kinderbuch-Verfilmung über einen Jungen, der hinter der großen Uhr im Pariser Bahnhof wohnt, huldigt dem großen Stummfilmkino.
Der Medienexperte Hans Mathias Kepplinger sieht sich in seiner Prognose von Mitte Dezember bestätigt, dass der Bundespräsident nicht zurücktreten werde. Wulff sei über Jahre "in der Politik gestählt". Viele der von den Medien transportierten Vorwürfe seien "an den Haaren herbeigezogen" gewesen.
Der 80. Geburtstag des Malers Gerhard Richter sorgt für lange Glückwunschschreiben in den Feuilletons. Zudem liest man Ausblicke auf die heute beginnende Berlinale sowie Gedanken zu Frost und Schnee in Europa.
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Fazit
Kulturpresseschau - Aus den Feuilletons 10.02.2012
Sendezeit: 10.02.2012, 23:53
Stuttgarter Staatsgalerie: Turner - Monet - Twombly. Later Paintings
Sendezeit: 10.02.2012, 23:46
Stuttgart: UA "Das Fräulein von S." Ballett nach Novelle E.T.A. Hoffmanns
Sendezeit: 10.02.2012, 23:39
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