Auf der Grundlage von Tschaikowskis Oper "Eugen Anjégin" hat der Regisseur Falk Richter sein neues Projekt an der Berliner Schaubühne inszeniert. Darin geht es um die Angst vor Verbindlichkeit. Sieben zeitgenössische Komponisten und ein Singer-Songwriter haben die Musik dazu geschrieben.
Dem Loreleytal droht der Verlust des UNESCO-Gütesiegels. Streitpunkt ist eine Gondelbahn über den Rhein, die seit der Bundesgartenschau 2011 das Koblenzer Stadtbild prägt. Die Seilbahn muss wieder weg, sagt die UNESCO. Die Seilbahn muss bleiben, forderten jetzt mehr als 3000 Menschen.
Sachsen-Anhalts Kulturhaushalt soll offenbar im kommenden Jahr um 13 Prozent gekürzt werden. Als eine Katastrophe empfinden das die Intendanten der betroffenen Häuser. Und vor allem: Der Kulturkonvent, eingesetzt vom Landtag, hatte etwas ganz anderes empfohlen.
Die Rote Armee Fraktion ist reif fürs Museum: Das Haus der Geschichte in Stuttgart zeigt eine historische Ausstellung rund um die Terroristengruppe. Schriftliche Zeugnisse klären zwar über die Psyche der Täter auf, erklären aber nicht die Genese ihrer Gewalt.
Als ein Testballon gesellschaftlichen Aufbruchs, so zelebriert sich die Ausstellung "Glam" in Frankfurt. Sie will vieles sein, nostalgische Reise in die jüngere Vergangenheit und Rocky Horror Picture Show, und übernimmt sich damit. Das Maskenspiel ermüdet alsbald und die Frage ist: Was bleibt?
Bei den Verhandlungen zum Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA soll es auch um die Kulturförderung gehen. Ein Horrorszenario der Kunstschaffenden sieht so aus: Buchpreisbindung, Filmförderung oder öffentlich-rechtlicher Rundfunk werden abgeschafft, weil die USA die staatliche Kulturförderung als Wettbewerbsverzerrung betrachten.
Er wird immer karger und purer, je älter er wird: Peter Brooks Inszenierung des "Verwaisers" ist eine knappe Stunde des Innehaltens, eine Gratwanderung zwischen Langeweile und Weisheit. Die ihm aber ausnehmend gut gelingt.
Ein neuer Kunstskandal macht Schlagzeilen: Das BKA hat einen Fälscherring hochgehen lassen, der Maler der russischen Avantgarde kopierte. Mehr als 400 Gemälde kamen in Umlauf. Der Fachjournalist Stefan Koldehoff meint: Die Ereignisse der letzten Jahre hätten offenbar nichts bewirkt.
Der ungarische Musiktheaterregisseur David Marton hat die Spaltung der Gesellschaft seines Heimatlandes unter der Regierung des Rechtspopulisten Victor Orban beklagt. Es gebe "eine kulturpolitische Bewegung", die von Ideologie geprägt sei, sagte er.
Die Anhänger des Berliner Schlossbaus betonen zur Grundsteinlegung die Einzigartigkeit des Projekts. Doch der Nebel des Diffusen haben sich noch nicht aufgelöst, meint Jürgen König: Die Verantwortlichen machen den Eindruck, als wären sie ihrer Sache selber nicht ganz sicher.
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Fazit
Kulturpresseschau - Aus den Feuilletons
Sendezeit: 17.06.2013, 23:53
"Hilma af Klint" - Ausstellung im Berliner Hamburger Bahnhof
Sendezeit: 17.06.2013, 23:46
Felix Hartlaub wäre heute 100 Jahre geworden
Sendezeit: 17.06.2013, 23:38
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