Die Anhänger des Berliner Schlossbaus betonen zur Grundsteinlegung die Einzigartigkeit des Projekts. Doch der Nebel des Diffusen haben sich noch nicht aufgelöst, meint Jürgen König: Die Verantwortlichen machen den Eindruck, als wären sie ihrer Sache selber nicht ganz sicher.
Mit "Oben ist es still" schneidet die Regisseurin Nanouk Leopold mehrere Themen subtil an: Alleinsein auf dem Land, Ehelosigkeit der Bauern, Pflege im Alter. Die Geschichte des eigenwilligen Helmer ist dabei förmlich im ausdrucksstarken Gesicht seines Darstellers Jeroen Willems zu lesen.
Einen ungewöhnlichen Tanzfilm hat der Belgier Frédéric Fonteyne mit "Tango Libre" inszeniert. Geballte Leidenschaft und Eifersucht erschüttern den Alltag in einem Männergefängnis. Im Mittelpunkt der gleichzeitig komischen und explosiven Ereignisse steht die geheimnisvolle Alice.
Das Humboldtforum sei ein Ort, der alle Menschen der Gesellschaft anziehen könne, meint Hermann Parzinger. "Wichtig ist, dass wir eben damit nicht Glanz und Gloria wiederbeleben wollen, sondern dass wir uns zu unserer Geschichte bekennen", so der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.
Der Neubau des Museums ägyptischer Kunst München schaffe bewusst Assoziationen zur Herkunft der Ausstellungsstücke, sagte Sylvia Schoske zur Eröffnung. Einen wichtigen Bestandteil der Exponate lieferten die sammelwütigen Wittelsbacher, erläuterte die Direktorin.
In Berlin beginnen die Bauarbeiten für das umstrittene Dokumentationszentrum der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung. Vorausgegangen war ein jahrelanger erbitterter Streit darüber, wie man in Deutschland der gewaltsamen Migration in Folge des Zweiten Weltkriegs gedenken soll.
Er zeigt nur ein einziges Werk und das ist noch nicht einmal neu: Maurizio Cattelan ist in der Fondation Beyerler bei Basel zu sehen. Das wirkt nicht wie ein Comeback, sondern eher wie ein hochtrabend aufgewärmter Evergreen. Aber Cattelan hat sowieso Besseres zu tun.
"Heimatlieder aus Deutschland" - das war das Motto eines Liederabends in der Komischen Oper Berlin. 13 Chöre und Bands repräsentierten mit je zwei Songs jene Länder, mit denen die beiden deutschen Staaten Anwerbeabkommen hatten.
Auf der 2004 eröffneten Internetplattform "Fuck for Forest" sind hausgemachte Erotikfotos und Pornos zu sehen. Mit den Einnahmen wollen die Betreiber den Regenwald retten. Das stößt aber auf wenig Gegenliebe, wie Regisseur Michal Marczak zeigt.
Zur Vorstellung des Buches "Die Rosenburg" über das Bundesjustizministerium und die NS-Vergangenheit hielt der 90-jährige Ralph Giordano eine bewegende Rede in Berlin. Der Publizist mit jüdischen Wurzeln hatte die Nazi-Zeit nur mit Glück überlebt.
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Fazit
Netzwerk Recherche Treffen in Hamburg
Sendezeit: 15.06.2013, 23:45
Berlin: Lange Nacht der Autoren - Abschluss der Berliner Autorentheatertage
Sendezeit: 15.06.2013, 23:37
Florentine Klepper inszeniert in Dresden den "Fliegenden Holländer"
Sendezeit: 15.06.2013, 23:05
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