Es war eine ungewöhnliche Premiere am Münchner Residenztheater: Erstmals inszenierte die Handspring Puppet Company aus Kapstadt an einer deutschen Bühne ein Stück - mit Puppen und Schauspielern. Wer steckt eigentlich hinter dem Ensemble? Ein Porträt.
Ein anerkannter deutscher Autor weiß mit seinen Wörtern nichts mehr anzufangen. Seit seinem Weggang aus dem Osten in den Westen kann er die Welt nicht mehr beschreiben. Das ist die Ausgangslage in Ingo Schulzes Text "Vom Wandel der Wörter", der nun am Kleinen Schauspielhaus in Dresden aufgeführt wurde.
Europa attestiert er eine "minimale Demokratie" und Erdogan den Verlust der Macht über die Medien: Der US-Autor Clay Shirky war mit seinen Analysen der Star auf dem Medienforum NRW.
Weltweit engagieren sich Architekten für eine neue Form des sozialen Bauens: Menschen, denen das Geld fehlt, um selber den Bauherrn spielen zu können, werden an den Planungen beteiligt. Insgesamt 22 dieser "Build Social"-Projekte zeigt die Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum.
"Den eigenen Blick unbewohnbar machen" - unter diesem Titel findet im HAU in Berlin ein Festival mit Lesungen, Performances und Konzerten zu den Krisen und Umbrüchen in Nahost statt.
Ausgerechnet das traditionsbewusste München lässt zu, dass die dänisch-norwegischen Künstler Elmgreen & Dragset den öffentlichen Raum mit Kunst bespielen. Dabei hat das Duo schon in New York und Rotterdam provoziert und irritiert.
Dieudonné Niangouna misst in seinem Monumentalstück "Shéda" das Chaos der Welt aus. Niangouna, 1976 geboren, erlebte den Wechsel vom Kommunismus zur Demokratie samt zweier Bürgerkriege in seinem Heimatland, der Republik Kongo.
Der iranische Künstler Mir Hossein Mussawi ist Thema beim 49. Akademie-Gespräch in der Akademie der Künste in Berlin. Klaus Staeck spricht mit der iranischen Menschenrechtsaktivistin über die Situation der Künste im Iran.
Seit 13 Jahren lädt die Serpentine Gallery in Londons Kensington Gardens zu Sommernachtsträumereien in Sachen Architektur. Dieses Jahr ist der Japaner Sou Fujimoto am Zug. Sein Pavillon ist ein luftiges Spiel der Gegensätze, radikal und exzentrisch, ernst und heiter - eben typisch Fujimoto.
Sie hat den Kleist-Förderpreis bekommen und gilt als neue deutsche Theaterhoffnung. Dass von Maria Milisavljevic noch viel zu erwarten ist, zeigt auch ihr preisgekröntes Stück "Brandung", das jetzt bei den Ruhrfestspielen uraufgeführt wurde: ein surrealer Thriller mit Anleihen an die Fernseh-Dramaturgie.
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Fazit
Kulturpresseschau, 16.6.13
Sendezeit: 16.06.2013, 23:50
"Die nennen das Schrei": Gesammelte Gedichte von Thomas Brasch
Sendezeit: 16.06.2013, 23:42
Aschemond oder The Fairy Queen, Oper v. Helmut Oehring, Staatsoper Berlin
Sendezeit: 16.06.2013, 23:29
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