Der Regisseur Terrence Malick ist dafür bekannt, in die Abgründe der US-amerikanischen Seele zu blicken. Sein neuer Film gleicht aber vielmehr einem Gebet: In wiederkehrenden Einstellungen feiert Malick die Natur. Man wird das Gefühl nicht los, im Kino einer Messe beizuwohnen.
Katja und Isabella möchten ein Kind. Doch für lesbische Paare ist in Deutschland eine eindeutige Regelung für Samenspenden nicht vorgesehen. Ein filmisches Experiment, das seine Spannung aus den Zusammentreffen von Fiktion und Wirklichkeit zieht.
Massimiliano Gioni ist der jüngste künstlerische Leiter in der 110-jährigen Geschichte der Biennale, und so verwundert es nicht, dass er ein eigenwilliges Programm zusammengestellt hat - weg vom traditionellen Kunstbegriff hin zum Unbekannten und Unbewussten in Kunst und Kunstgeschichte.
Mit einer routinierten Inszenierung verabschiedet sich Luc Bondy von Wien. Während die Schauspieler überzeugen, gelingt eine wirklich zeitgenössische Befragung von Motiven und Methoden forcierter Heuchel-Kunst dagegen nicht. Tartuffe bleibt der ruchlose Betrüger und Herr Orgon der Depp.
Nach 20 Jahren als Leiter des Sprengel Museums in Hannover will Ulrich Krempel in den Ruhestand gehen. 2014 wird seine Stelle vom 48-jährigen Reinhard Spieler aus Ludwigshafen übernommen - einem ausgewiesenen Kenner der klassischen Moderne.
Bis zum 1. Juni sind im Haus der Berliner Festspiele acht ausgewählte Inszenierungen aus der gesamten Republik zu sehen - darunter ein Stück vom Jugendprojekttheater aus Berlin Hellersdorf und dem "Theater Mobil" des Schauspielhauses Düsseldorf. Themen sind vor allem familiäre Gewalt und Verdrängung durch den Braunkohleabbau.
Der Publizist und ehemalige Kulturstaatsminister Michael Naumann hält das von Suhrkamp beantragte Schutzschirmverfahren für sinnvoll. Zugleich kritisierte er den Minderheitsgesellschafter Hans Barlach scharf - und bezeichnete dessen Gewinnstreben als "abenteuerlich".
Neuer Schachzug im Machtspiel um den Suhrkamp-Verlag: Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz beantragte bei einem Berliner Gericht einen Gläubigerschutz. Was sich hinter dem Wort "Schutzschirmverfahren" verbirgt, erklärt der Literaturkritiker Jörg Plath.
Es lag in einer Schatulle auf einem Dachboden in Gießen: das einzig greifbare Bildzeugnis des Autors und Revolutionärs Georg Büchner, das ein Forscher zufällig entdeckt hat. Was daran so besonders ist, erklärt Ralf Beil, Kurator einer neuen Büchner-Ausstellung in Darmstadt.
Nach dem Ende der Sowjetunion gab es zwar Veröffentlichen über den Gulag. Aber von den nachfolgenden Generationen wurde zum stalinistischen Terror nur spärlich publiziert. Nun erschien Sergej Lebedews Roman: eine Geschichtsaufarbeitung dieser Zeit und in Russland sehr erfolgreich.
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Fazit
Kulturpresseschau, 16.6.13
Sendezeit: 16.06.2013, 23:50
"Die nennen das Schrei": Gesammelte Gedichte von Thomas Brasch
Sendezeit: 16.06.2013, 23:42
Aschemond oder The Fairy Queen, Oper v. Helmut Oehring, Staatsoper Berlin
Sendezeit: 16.06.2013, 23:29
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