"Über den nächsten Augenblick hinweg kann nicht gesehen, nur gedacht werden", sagt der Philosoph Ernst Bloch. So ist es. Wir können Schreckensszenarien wohl im Voraus bedenken, aber absehen können wir sie nicht. Wenn wir so dran sind - wie leben wir da?
Wenn dies die Realität ist - haben wir überhaupt die Kraft, ihr offenen Auges ins Gesicht zu sehen? Können wir sie ertragen und verkraften, ohne sie zu verdrängen? Der Autor will sich im Nachdenken über das Unberechenbare des Lebens diesen Fragen stellen und sucht von der Bibel her nach Antworten.
Der Philosoph Ernst Bloch erzählt einmal, wie ein Bob-Schlitten aus seiner Bahn kommt und über den Kurvenrand hinaus in rasender Geschwindigkeit auf die noch ahnungslosen Zuschauer zufliegt. Im nächsten Augenblick werden viele von ihnen tot oder verletzt sein. Die Zuschauer aber blicken Sekunden vor dem Unglück vollkommen gleichgültig aus dem Bild hervor. Bloch sagt dazu:
"Die sichtbaren Zuschauer sind in ihrer Ahnungslosigkeit schrecklicher als die schattenhaften Bobfahrer in ihrem wilden Untergang."1
Der Philosoph zieht daraus den Schluss:
"Über den nächsten Augenblick hinweg kann nicht gesehen, nur gedacht werden."2
Wir können Schreckens-Szenarien wohl voraus bedenken, aber absehen können wir sie nicht. Die Beispiele ließen sich leicht vermehren. Denken wir nur an die zahllosen kleinen und großen Unglücksfälle und Katastrophen, die uns Menschen schon heimgesucht haben. Wie aus dem Nichts können im nächsten Augenblick unvermittelt Schicksalsschläge auf den Menschen heruntersausen. Für Bloch verdichtet sich diese Erkenntnis zu einem Bild des Lebens, das er mit einer Parabel erläutert:
Sie erzählt "von einem Mann im Syrerland, der von Löwen verfolgt in einen Brunnen flüchtet. Aber auf dem Grund des Brunnens lauert ein Drache. Mitten im Sturz, als es dem Verfolgten gelang, sich an einem Fruchtbaum festzuhalten, pflückt er die weißen und schwarzen Früchte des angenagten Baums, die Tage und Nächte seines Lebens, über sich den Löwenrachen, unter sich den Lindwurm."3
Ein drastisches Bild, in dem sich das Leben des Menschen verdichtet. Mag die morgenländische Parabel auch schwer verdaulich sein - was sie beschreibt ist die Realität. Gleicht unser Leben - im Zeitraffer gesehen - nicht einem "Sturz"? Im freien Fall, über uns den Löwenrachen, unter uns den Lindwurm, also ausweglos umstellt - so pflücken wir vom "angenagten Baum", vom Baum der uns zufallenden Tage "die weißen und schwarzen Früchte", wie es in der von Bloch zitierten Parabel heißt.
"Löwenrachen" und "Drache" sind Bilder, die uns knallhart die Ungesichertheit unseres Daseins vor Augen führen. Unausweichlich gilt - über den nächsten Augenblick hinweg kann nicht gesehen werden.
Wenn wir so dran sind - wie leben wir da? Wenn dies die Realität ist - haben wir überhaupt die Kraft, ihr offenen Auges ins Angesicht zu schauen? Können wir sie ertragen und verkraften, ohne sie zu verdrängen?
Wie kann ich die "Früchte diesseitigen Lebens" genießen, wenn mein Leben ausweglos umstellt ist? Wenn über den nächsten Augenblick hinweg nicht gesehen werden kann - woher kommen mir Mut und Kraft zum Leben?
In der hebräischen Bibel, dem Alten Testament, wird einmal von einem Ereignis erzählt, das der morgenländischen Parabel vergleichbar ist und doch bezeichnende Unterschiede aufweist. Auch hier sieht sich der Mensch ausweglos umstellt. Nur sind es keine mythischen Mächte und Gewalten wie "Löwenrachen" und "Drache", denen sich der Mensch existentiell ausgeliefert sieht, sondern - sozusagen "entmythisiert" - Gewalten der Natur und Mächte der Geschichte.
Die biblische Situation ist rasch erzählt:
Der Pharao hatte das Volk Israel endlich ziehen lassen. Mose führte es aus dem Sklavenhaus Ägypten in die Wüste und durch die Wüste zum Schilfmeer. Doch den Pharao reute es plötzlich, dass er die Israeliten hatte ziehen lassen, nahm sechshundert auserlesene Wagen mit ihren Kämpfern und jagte ihnen nach. Groß war das Entsetzen des Volkes, als es plötzlich merkte, ausweglos umstellt zu sein - vor sich das Meer und hinter sich die Reiterarmee des Pharao. (nach 2. Mose 14)
Hier aber erfolgt nun der wesentliche Unterschied zur morgenländischen Parabel. Als das Volk vor Angst und Schrecken schrie und Mose schwere Vorwürfe machte, sagte er:
"Fürchtet euch nicht, steht fest und seht zu, was für ein Heil der HERR heute an euch tun wird … Der HERR wird für euch streiten, und ihr werdet stille sein." (2. Mose 14,13-14)
Und so geschah es:
Ein starker Ostwind, der die ganze Nacht hindurch blies, machte das Meer trocken. Die Wasser teilten sich und standen wie eine Mauer, so dass das Volk trockenen Fußes hindurch ziehen konnte. Der Weg nach vorn war frei, das Volk konnte weiterziehen. Aber damit nicht genug. Als die Israeliten hindurch gezogen waren, kamen die Wasser zurück und bedeckten Wagen und Männer und das ganze Heer des Pharao, das ihnen ins Meer nachgefolgt war. (2. Mose 14,21 ff)
Auch in dieser Geschichte vom Durchzug durch das Schilfmeer wird kein Zweifel daran gelassen: Über den nächsten Augenblick hinweg kann nicht gesehen werden. Das Unheil in Gestalt des ägyptischen Heeres überkam die Israeliten völlig unvorbereitet und überraschend. Menschliche Existenz ist bedroht und umschlossen, hier von Gewalten der Natur und dort von Mächten der Geschichte. Sie können uns jeden Augenblick überfallen und ausweglos umstellen. Das ist die Realität. Doch weiß der biblische Erzähler - im Unterschied zur morgenländischen Parabel - um Gott, der rettend eingreift. In der Erzählung heißt es weiter, dass Gott in Gestalt einer Wolkensäule und als Feuerschein das Volk Israel begleitet. Der Erzähler weiß, dass er es in diesem Geschehen mit Gott zu tun hat, auch wenn ihm das Wie seiner Gegenwart verborgen ist und Geheimnis bleibt.
Spätere biblische Texte beziehen sich auf das Schilfmeerwunder. Dabei weisen sie noch auf ein höchst bemerkenswertes Detail hin. Das sagt - Gott selbst ist es, der durchs Meer ging. So heißt es einmal in den Psalmen:
"Die Wasser sahen dich, Gott, die Wasser sahen dich und ängstigten sich, ja die Tiefen tobten … Dein Weg ging durch das Meer und dein Pfad durch große Wasser, doch niemand sah deine Spur. Du führtest das Volk wie eine Herde durch die Hand des Mose und Aaron." (Psalm 77,17.20-21)
So handelt Gott am Menschen. Gott teilt nicht nur die Wasser, damit das Volk hindurch ziehen kann. Nein, er selbst geht durch das Meer. Er selbst ist der Weg; und er wird für das Volk zum Weg durch die Wasser. Gott also ist es in Wahrheit, der das Volk führt. In seinem Tun bedient er sich nur der Hände und Herzen des Menschen. Damit wird die biblische Sicht deutlich: Nicht der Mensch. sondern Gott ist der eigentlich Handelnde.
Es war besonders die biblische Weisheit, die der Frage nach der Unberechenbarkeit des Lebens mit hellen, wachen Augen nachgegangen ist. Die Autoren der Weisheitsliteratur beobachteten die Welt und die Lebenssituationen, in die Menschen kommen. Im Buch der Sprüche gibt es ein Wort, das in der Lutherbibel fett gedruckt und sprichwörtlich geworden ist als: "Der Mensch denkt und Gott lenkt." Oder: "Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt." Ursprünglich aber heißt es:
"Des Menschen Herz denkt sich einen Weg aus, aber der Herr lenkt seinen Schritt." Oder auch so:
"Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg, aber der Herr allein gibt, dass er weitergeht." (Sprüche 16,9)
Das ist unsere Erfahrung - wir Menschen planen, erdenken uns unsere Wege. Aber wie oft haben wir erschrocken feststellen müssen, dass alles ganz anders gekommen ist, als wir dachten. Mit anderen Worten: Unsere Planungssicherheit stößt an Grenzen. Trotz des Aufgebots all unserer Erfahrung und intensivsten Nachdenkens liegt die Verwirklichung der Pläne im Letzten nicht in unserer Verfügung. Zwischen Planung und Verwirklichung besteht keine Kontinuität. Dazwischen liegt eine unbekannte Größe - das Unberechenbare.
Was aber ist das Unberechenbare? Wie ist das zu benennen, was uns Menschen dann praktisch und wirklich widerfährt?
Es ist nach Auffassung der biblischen Weisen kein dunkles, unbekanntes Geschick, das den Menschen "zwischen Löwenrachen und Lindwurm die weißen und schwarzen Früchte vom angenagten Baum" der Zeit pflücken lässt - wie es in der morgenländischen Parabel heißt. Auch sind es nicht die Gewalten der Natur und nicht die Mächte der Geschichte, von denen sich das Volk Israel nach seinem Auszug aus dem Sklavenhaus Ägypten ausweglos umstellt sah. "Natur" und "Geschichte" sind in biblischer Sicht keine eigenmächtigen Größen, die losgelöst von Gott und seinem Wort auf den Menschen einwirken. Was die Israeliten nach Auffassung der Weisen am Schilfmeer erfahren hatten, war vielmehr dies: Gott allein machte, dass ihr Weg weiterging.
Mit anderen Worten: Ich darf damit rechnen, dass Gott da ist - in jeder Stunde, auch in der schrecklichsten. Wie er es zugesagt hat durch den Mund des Propheten Jesaja:
"Wenn du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, dass dich die Ströme nicht ersäufen sollen; und wenn du ins Feuer gehst, sollst du nicht brennen, und die Flamme soll dich nicht versengen." (Jesaja 43,2)
Darauf also darfst du fest und unverbrüchlich vertrauen, dass Gott da ist, wo immer du bist. Und wohin du auch gehst, dahin geht auch dein Gott. Aber wie der gegenwärtige Gott da ist, das ist und bleibt für den Menschen ein Geheimnis. Gott ist eben da, als der er da ist. (2. Mose 3,14) So hat Er sich Mose schon am brennenden Dornbusch vorgestellt. So lautet sein Name.
Das bedeutet: Nie und zu keinem Zeitpunkt wird Gott für den Menschen zu einer berechenbaren oder verrechenbaren Größe. Gott ist Gott, und der Mensch ist Mensch. Es bleibt auch hier dabei: Über den nächsten Augenblick hinweg kann nicht gesehen werden.
Die Grenze menschlicher Erkenntnis wird in der Bibel am klarsten und schärfsten vom Prediger Salomo ausgesprochen. Er bestreitet, dass es menschlichem Erkenntniswillen überhaupt möglich sei, dem Tun Gottes auf die Spur zu kommen:
"Als ich meinen Sinn darauf richtete, … die Dinge zu beobachten, die auf Erden geschehen, da erkannte ich, dass es dem Menschen unmöglich ist, das ganze Tun Gottes zu ergründen; … denn wie immer der Mensch sich abmüht, er ergründet es nicht." (Prediger 8,16 f)
Diese Einsicht wird am Bild des Windes illustriert:
"Gleichwie du nicht weißt, wohin der Wind weht …, so kennst du auch das Tun Gottes nicht, durch das er alle Dinge wirkt." (Prediger 11,5)
Ungreifbar ist der Wind. Er kann nicht eingeschlossen werden. Kein Mensch hat Macht über den Wind. Gleichwie du nicht weißt, welchen Weg der Wind nimmt, so kannst du auch Gottes Tun nicht wissen, der alles wirkt.
Wohl weiß der Prediger, dass alles, was ist, in Gottes Händen ruht. Was ihn jedoch zur Verzweiflung bringt, ist die rätselhafte Verborgenheit von Gottes Tun in einer Welt, die dem Menschen an jeder Stelle die eigene Sicherung des Lebensweges verweigert. Und so kann der Prediger Salomo nicht umhin, die Brüchigkeit des Lebens rückhaltlos aufzudecken und zu enthüllen, wie hoffnungslos preisgegeben der Mensch in Wahrheit ist.
Trotz dieser Wahrnehmungen ist der Prediger weit entfernt davon, das Geschehen in der Welt für ein planloses Wirrwarr zu halten. Er weiß um etwas, das doch geheimnisvoll wie eine Ordnung in allen Geschehnissen waltet. Er nennt es gern die "Zeit". Für alles ist Zeit und Stunde gesetzt, meint er und sagt:
"Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: Geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; …weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit; klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit"… (Prediger 3,1ff)
Mit Erschrecken und ehrfürchtigem Staunen nähert sich der Prediger dem Geheimnis der "fallenden Zeit". Er entdeckt, wie das Leben auch sonst allenthalben nur das (aus diesem Geheimnis heraus) ihm Zu-Fallende ist. Und er erkennt, dass es Gott selbst ist, der die "fallenden Zeiten" bestimmt. Nicht nur die Glückstage, auch die Unglückstage hat Gott "gemacht". Und so müssen sie hingenommen werden.4
Wenn wir so, wie es der Prediger Salomo beschrieben hat, dran sind - worauf kommt es dann für uns Menschen an? Was können und sollen wir tun?
Mit der biblischen Weisheit möchte ich zunächst antworten: Nutze den Tag, der dir von Gott gegeben ist. Wenn er den guten wie den bösen Tag "macht" (Prediger 7,14), so bleibt dem Menschen dies - dass er sich für das Gute, das Gott ihm zu gewähren bereit ist, mit aller Aufgeschlossenheit bereithält.
Es ist auffallend, wie eindringlich der Prediger den Menschen ins Heute verweist, in den gelebten Augenblick, den geschenkten Tag. Und da soll der Mensch sich freuen bei seinem Tun, "denn das ist sein Teil", heißt es. (Prediger 3,22; 5,17)
"So geh hin und iss dein Brot mit Freuden, trink deinen Wein mit gutem Mut; denn dies dein Tun hat Gott schon längst gefallen. Lass deine Kleider immer weiß sein und lass deinem Haupte die Salbe nicht mangeln.
Genieße das Leben mit dem Menschen, den du lieb hast, solange du das flüchtige Leben hast, das dir Gott unter der Sonne gegeben hat; denn das ist dein Teil am Leben und bei deiner Mühe, mit der du dich mühst unter der Sonne." (Prediger 9,7-9)
Für den biblischen Erzähler fängt alles mit Gott an. Er lässt keinen Zweifel daran, dass der Mensch und sein Geschick überhaupt nur von Gott her zu verstehen sind und jede andere Form, ihn zu verstehen, nur zu Verzerrungen oder Verkürzungen führen kann.5
Nun wurde am Beispiel des Schilfmeerwunders deutlich, dass das Tun Gottes nicht nur darin bestand, den ausweglos umstellten Israeliten einen Weg durch das Wasser zu schaffen. Nein, es war Gott selbst, der für sie zum Weg wurde. Worauf es also ankommt, ist, dies zu entdecken: Gott ist mein Weg. Er ist mein Leben. Er bestimmt meine Schritte (Sprüche 20,24), mein zeitliches und ewiges Geschick.
Eines der schönsten und eindrücklichsten biblischen Zeugnisse für den allgegenwärtigen Gott ist Psalm 139, der so beginnt:
"Herr, du erforschest mich und kennst mich. Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne. Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege. Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, Herr, nicht schon wüsstest.
Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch, ich kann sie nicht begreifen.
Wohin soll ich gehen vor deinem Geist, und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht?
Führe ich gen Himmel, so bist du da; bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da. Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.
Spräche ich: Finsternis möge mich decken und Nacht statt Licht um mich sein - so wäre auch Finsternis nicht finster bei dir, und die Nacht leuchtete wie der Tag. Finsternis ist wie das Licht." (Psalm 139,1-12)
In biblischer Sicht ist also der Mensch ein Wesen, das nie allein ist, das immer und überall in einer ständigen Beziehung mit Gott steht. Und dies nicht nur im Leben, auch im Tod. Denn wo Gott ist, da ist Leben, ewiges Leben. Wo Gott ist, verwandelt sich Zeit in Ewigkeit. Wo Gott ist, leuchtet die Nacht wie der Tag. Bei ihm ist Finsternis wie das Licht. Und dies alles schon jetzt, aber dann - jenseits der Todeslinie - erst recht.
Das ist der Schlüssel. Das also kann ich tun, wenn ich das Unberechenbare des Lebens weder verdrängen noch daran zerbrechen will.
Ich kann dieses viele tausend Jahre alte Gebet, diesen Psalm hören und mich auf die Suche machen.
Ich kann nach Gott fragen. Ich suche ihn und finde ihn in der Tiefe. Der Beter des Psalms hat ein tiefes Vertrauen zu Gott. Vielleicht kann ich es wagen, auch so zu vertrauen - selbst wenn mich Zweifel umtreiben.
Ein Vertrauen, in dem dann in mir die innere Gewissheit aufblüht, dass mich "nichts von Gott trennen kann - weder Hohes noch Tiefes, weder Vergangenes noch Zukünftiges, weder Tod noch Leben, weder Naturgewalten noch Geschichtsmächte, wirklich gar nichts". (Römer 8,38-39)
Auf dieses Vertrauen kommt es an. Es schenkt mir Kraft und Geduld. Es gibt mir Gelassenheit, also die Fähigkeit loszulassen, und Zuversicht, mutig und getrost in die Zukunft zu schauen. Dieses Vertrauen rechnet mit Gottes Gegenwart - jeden Augenblick des Lebens. Es atmet die innere Gewissheit, dass "bei Gott möglich ist, was bei den Menschen unmöglich ist". (Lukas 18,27)
Zitate / Quellennachweis:
1 Ernst Bloch, Verfremdungen I, Bibliothek Suhrkamp 1970, S. 11.
2 Ernst Bloch, a.a.O., S. 12.
3 Ernst Bloch, a.a.O., S. 12.
4 Gerhard von Rad, Weisheit in Israel, Neukirchner Verlag 1970.
5 Gerhard von Rad, Gottes Wirken in Israel, Neukirchner Verlag 1974, S. 102.
Musik:
Jan Vogler "My Tunes", Dresdner Kapellsolisten / Helmut Branny
Sony BMG Music Entertainment, 2007
Die redaktionelle und inhaltliche Verantwortung für diesen Beitrag liegt bei Pfarrerin Petra Schulze, Senderbeauftragte für Deutschlandradio und Deutsche Welle für den Medienbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland.
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