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27.06.2012
Peter Parker/Spider-Man  (Andrew Garfield) in "The Amazing Spider-Man" (Bild: 2012 Sony Pictures Releasing GmbH) Peter Parker/Spider-Man (Andrew Garfield) in "The Amazing Spider-Man" (Bild: 2012 Sony Pictures Releasing GmbH)

"The Amazing Spider-Man"

Gefühlschaos und spektakuläre Action in 3D

Von Hannelore Heider

Der neue Spiderman kommt pünktlich zum 50. Geburtstag der Comicserie in die Kinos und ist ein echter Sommerfilm. Er bietet Spannung und tolle Schauspieler in 3D, sodass sich die Zusatzausgabe an der Kinokasse diesmal wirklich lohnt.

Schon wieder ein Spiderman? Der wievielte ist das denn, ein Sequel oder ein Prequel? Mit solchen Gedanken sollte sich der Zuschauer, wenn er nicht beinharter Fan der Comicreihe ist, gar nicht erst abgeben! Dieser neue Spiderman kommt pünktlich zum 50. Geburtstag der Comicserie und ist ein echter Sommerfilm - mit spektakulärer Action und menschlichem Gefühlschaos, mit tollen Schauspielern und natürlich in 3D, für das sich die Zusatzausgabe an der Kinokasse diesmal wirklich lohnt.

Die Geschichte wird einem allerdings bekannt vorkommen, war Tobey Maquire doch erst vor fünf Jahren als "Spider-Man3" unterwegs und hatte sich mit seiner sympathischen Art in die Herzen der Zuschauer gespielt. Da wächst ein Junge bei Onkel (Martin Sheen) und Tante (Sally Field) auf, weil seine Eltern auf mysteriöse Art und Weise verschwunden sind.

In der Schule ist Peter Parker (Andrew Garfield) eher ein zurückhaltender Außenseiter, wie er das Herz seiner begabten Mitschülerin Gwen (Emma Stone) erobern soll, weiß er nicht, bis der Biss einer Spinne alles verändert. Der Junge wird zum Superhelden, seine übermenschlichen Kräfte erlauben ihm nicht nur, sich endlich gegen die Peiniger in der Schule zu wehren, sie machen ihn zum Retter gegen alles Unglück und Verbrechen der Stadt, verfolgt von der Polizei und im Kampf gegen den Superschurken, der diesmal in der Gestalt des ehrgeizigen Wissenschaftlers Dr. Curt Conners (Rhys Ifans) einen deutlich realistischeren Hintergrund bekommt, auch wenn er zum Schluss zum King-Kong-artigen Monster Lizzard mutiert.

Das alles wird uns in Variationen wieder erzählt, wobei der neue Peter Parker deutlich energischer zu Werke geht bei der Suche nach seiner verschwundenen Familie und dem Einsatz seiner Superkräfte. Dabei gelingt Hauptdarsteller wie Regie die perfekte Balance zwischen intimen, auch witzigen Szenen und dramatischen Auftritten.

Wie der sympathische Junge von Nebenan seine Mutation zu verkraften lernt und dabei auch geliebte Menschen in Bedrängnis bringt, ist so glaubhaft und unpathetisch herausgearbeitet wie seine bersekerhafte Wut, mit der er das Lizzard-Monster bekämpft. Peter Parker wird auf sehr ungewöhnliche Art erwachsen, aber dieser Prozess ist trotz der Comicvorlage ein sehr menschlicher, sodass man sich dann auch mit viel Spaß am Spektakel auch den spektakulären Flug-und Actionszenen über den Straßenschluchten von New York hingeben kann - so gut hat ein Mensch in diesem lächerlichen Kostüm nie ausgesehen, so schön ist er nie geflogen und wenn uns die Kamera bei diesem 3D-Feuerwerk sogar die Perspektive des Spiderman einnehmen lässt, ist das wirklich ein atemberaubendes Kinoerlebnis!

USA 2012, Regie: Marc Webb, Hauptdarsteller: Andrew Garfield, Emma Stone, Rhys Ifans, Martin Sheen, Sally Field, 136 Minuten, ab 12 Jahren

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Der menschliche Superheld - Seit 50 Jahren fasziniert "Spider-Man" die Comicleser weltweit

Superheld mit Egoproblemen - "Spider-Man 3"


 
 

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