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25.02.2009
Ludger Pistor, Nora Tschirner, Günther Kaufmann, Janek Rieke und Jasmin Schwiers in "Mord ist mein Geschäft, Liebling" (Bild: Warner Bros. Ent.) Ludger Pistor, Nora Tschirner, Günther Kaufmann, Janek Rieke und Jasmin Schwiers in "Mord ist mein Geschäft, Liebling" (Bild: Warner Bros. Ent.)

"Mord ist mein Geschäft, Liebling"

Hannelore Heider über eine deutsche Mafia-Komödie

Die Komödie bietet weniger feinen Humor, sondern eher Gags aus der Schublade Brachialhumor: Ein Mafia-Aussteiger, der mit Enthüllungen droht, soll beseitigt werden. Das klapp nicht auf Anhieb und führt zu entsprechenden Verwicklungen.

BRD 2008; Regie: Sebastian Niemann; Darsteller: Rick Kavanian, Nora Tschirner, Christian Tramitz, Janek Rieke, Bud Spencer, Axel Stein, Franco Nero; Länge: 109 Minuten; FSK: ab 12 Jahre

Die deutsche Komödie stammt vom Regie-Produzenten-Duo Sebastian Niemann und Christian Becker, das uns schon den "Wixxer" oder "Hui Buh - das Schloßgespenst" auf die Leinwand gebracht hat. Die kamen bekanntlich als nostalgische Persiflage aus der Schublade Brachialhumor. Auch hier werden Gags am laufenden Band gesammelt und manche davon treffen sogar ins Schwarze.

Rick Kavanian spielt als Toni Ricardelli einen Profikiller mit hohem Sympathiefaktor. Sein bester Freund ist der Cappuccino schlürfende Bud Spencer, der ihn vor seinem nächsten Auftrag warnt: "Sehr gefährlich!"

Toni soll im Auftrag eines fiesen Mafioso den Mafia-Aussteiger (Franco Nero) beseitigen, dessen Enthüllungsroman in einem deutschen Verlag seine spektakuläre Veröffentlichung erwartet. Dazu kommt es nicht, wohl aber zu einer Liebesgeschichte, die sich zur Verwechslungskomödie auswächst.

Nora Tschirner ist als tapsig-naive Verlagsangestellte die Auserwählte. Ihr Verlobter (Janek Rieke), der neurosengeplagte trottelige Sohn des Verlagschefs, ist nebst Psychiater für ein paar Gags gut, ebenso wie Christian Tramitz als ebenfalls beauftragter Auftragskiller, der sich mit Toni das Geschäft streitig macht - wie immer eine Bank, wenn's komisch werden soll. Diesmal liefert sein Handy per Erdinger-Weißbier-Reklame-Klingelton die meisten Lacher.

Die verwurschtelte Story nimmt zum Ende hin noch Fahrt auf, das schöne Lehniner Kloster wird ordentlich zerlegt und damit darf wieder mal eine Braut vor dem Altar flüchten. "Mord ist mein Geschäft" ist ein typisch deutsches Komödienprodukt. Es wird gehauen und gestochen und nicht mit dem Florett geflochten. Zur anvisierten eleganten romantischen Srewball-Komödie aus schönen alten Hollywood-Zeiten reicht das aber nicht!


Filmhomepage Mord ist mein Geschäft, Liebling


 
 

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