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11.10.2007
Friedhof in Ruanda Friedhof in Ruanda

Wunden der Völker

Das Phänomen "kollektives Trauma"

Von Andrea und Justin Westhoff

"Trauma" heißt wörtlich "Wunde", aber auch "Niederlage". Ursprünglich für körperliche Verletzungen in der Chirurgie gebraucht, kennt man den Begriff heute mehr in der Bedeutung einer seelischen Verletzung aufgrund extremer Gewalterlebnisse. Inzwischen ist auch vom "kollektiven Trauma" die Rede.

Nicht nur die Psyche einzelner Menschen, sondern auch das Fühlen, Denken und Handeln von Gruppen, Ethnien und Völkern kann durch ihr Leid massiv beeinträchtigt werden. Mögliche Auslöser für kollektive Traumatisierungen sind: Genozide, Kriege, der Holocaust, Vertreibungen, Folter, ethnische Säuberungen oder auch Terroranschläge, wie die vom 11. September 2001. Andererseits warnen Fachleute vor einer "inflationären Rede vom Trauma", die in ihrer Banalisierung die wirklichen Opfer eher vergessen lässt. Und: Gibt es eine Therapie für das kollektive Trauma?

Manuskript zur Sendung als pdf oder im barrierefreien Textformat


 
 

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