Orpheus, Sohn eines Erfinders und einer Sängerin, wird für seine exzentrischen Konzerte gefeiert. Sein Instrument, das Psykotron, kann Gedankenströme unmittelbar in elektronische Signale aus Musik, Geräuschen und Sprache verwandeln.
Für jede Lebenssituation die passende Sprache - die Firma "Sprachlabor Babylon" ist führend auf diesem Markt. Aber dieser Service ist teuer und das Monopol hat die "Initiative Neue Sprachwirtschaft". Wer sich die Sprachprodukte nicht leisten kann, ist auf die öffentlich subventionierte Sparsprache angewiesen und deren Verteilung wird streng rationiert.
Simultanübersetzer sind eingepfercht in kleine schalldichte Kabinen, einzig bestückt mit Kopfhörer, Mikrofon und Räuspertaste. Hören und Sprechen sind auf das Engste miteinander verschmolzen. Ihre hoch konzentrierte, scheinbar körperlose Sprachübertragung wird zu einer Brücke in die Zentren der Macht, die stimmliche Neutralität zur Herausforderung.
Was hört man zwischen den Stühlen? Kann Radio auch anders? Heute schon mal kurz gefasst? Deutschlandradio Kultur sucht Neuproduktionen zwischen Feature, Hörspiel und Klangkunst.
Ob Eckkneipe, Prollschuppen oder Hotelbar - Chez Icke ist da, wo man sich wohlfühlt, wo man alte Freunde trifft, eine neue Liebe oder eben niemanden. Wo Eddi am Tresen hängt, worauf man sich verlassen kann, weil das schon immer so war und wo die Barfrauen noch mal einen nachschenken.
Die siebenjährige Tite liebt den gleichaltrigen Sson, die fünfjährige Tutite möchte unbedingt alles über die Liebe wissen, der verwirrte Teenager Josh begehrt seine Lehrerin und hasst seine Eltern. Sie alle sprechen für sich allein und miteinander über die Wirren der Pubertät, die erfahrene elterliche Ignoranz.
Ein rundum glücklicher Mensch macht sich gut gelaunt daran, die wunderbaren Umstände seines wohlstandsgepufferten Lebens einer genaueren Betrachtung zu unterziehen. Und plötzlich tut sich neben seinem Sofa, auf dem er eben noch die Zweisamkeit seiner intakten Beziehungskiste genossen hatte, ein riesiges Loch in seiner Wohnung auf.
Deutschlandradio Kultur sucht und sendet Autorenproduktionen zwischen Feature, Hörspiel und Klangkunst mit einer Länge von maximal 20 Minuten. Diesmal senden wir unter anderem das Gewinnerstück des Leipziger Hörspielsommers und des ARD Hörspielwettbewerbs "Premiere im Netz" 2012 - und wagen erstmals eine Live Performance.
Erzählt wird die Geschichte einer Busfahrt. Das Unerhörte: Jedes einzelne Wort dieser Geschichte ist ein deutscher, österreichischer oder schweizerischer Ortsname. In einen neuen Sinnzusammenhang gestellt, ergibt sich daraus ein Text, der skurril, hochkomisch und dabei voller Poesie ist.
Wie wird aus einem Obdachlosen ein Symbol sozialer Avantgarde? Und wie funktioniert Management, das sich selbst zum Gegenstand hat? Andi, ein empathischer "Veränderungsagent" mit "unterwegs erworbenen Marketingkompetenzen" sucht nach einer sinnvollen Möglichkeit sich über Onlinenetzwerke sozial zu engagieren.
Thomas von Steinaecker plant ein fiktives Feature über den Schauspieler Martin Umbach und dessen Lebensstationen: Scheitern, Neuanfang und rasanter Aufstieg als Synchronsprecher. Steinaecker erfindet die Figur Nicole.
Einsteigen bitte zur Rundfahrt durch die Hörkunst-Genres. Wir präsentieren Autorenproduktionen jenseits der Schemata und diesseits der Abendfüllung.
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Beiträge zum Nachhören
Freispiel
Gespräch Kathrin Röggla mit Annette Schäfer
Sendezeit: 20.05.2013, 00:59
Sebastian Engelbrecht zur Situation im Gaza Streifen.
Sendezeit: 21.01.2013, 00:05
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