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04.03.2013
Die Publizistin Lea Rosh im Jahr 2011. (Bild: picture alliance / dpa / Stephanie Pilick) Die Publizistin Lea Rosh im Jahr 2011. (Bild: picture alliance / dpa / Stephanie Pilick)

Gier

in alter sprache tritt die grundbedeutung des stammes faszbar zutage: gir als seelische grundkraft, ohne das gewicht auf eine besondere stärke des begehrens zu legen als verlangen allgemeinster art, fast so viel wie bedürfnis. das schwergewicht verschiebt sich vom begehren an sich mehr auf die betonung seiner heftigkeit.

Lea Rosh: "Die Gier von einigen Zeitgenossen, die geht mir wirklich auf den Wecker. 'Die Armen' denke ich dann aber auch. Die stellen sich doch alle selbst ein Bein - es lohnt einfach nicht. Und bringt sie außerdem um den Genuss vieler schöner Dinge, die sie sich auch mit weniger Gehalt und mit kleinerem Steuerschummel - oder besser: ohne Steuerschummel - leisten könnten. Absturz in Umfragewerten, Gefängnisandrohung sogar - es lohnt einfach nicht."

Lea Rosh ist Publizistin.