Jannis Kounellis zählt zu den bedeutendsten griechischen Gegenwartskünstlern. Seit 40 Jahren reist er um die Welt. Seine Entdeckungen reflektiert er in Texten, die er selbst als Bilder versteht: Zwiesprache mit sich, mit den alten Meistern, mit seinen Mitstreitern.
"Du bist viel jünger als ich. Du weißt nicht, was es heißt, alt zu sein." Karl ist 82 und sein Sohn Martin bringt ihn beim Waldspaziergang auf Trab. Mobil sein ist alles. Aber das Tempo ist zu verschieden, auch die Wahrnehmung ist anders. Im Wald gibt es Irrwege, Irrtümer und Wunder.
Das unvollendete Werk "Die Braut von ihren Junggesellen nackt entblößt, sogar (oder: Großes Glas)" von Marcel Duchamp entstand zwischen 1915 und 1923, ausgestellt erstmals 1926/27 im Brooklyn Museum New York.
Eine Mutter besucht ihre Tochter. Zwei Generationen, die nicht mehr verbindet als die ehemalige Nabelschnur. Nur manchmal - wenn es um sibirische Kälte oder darum geht, wer den Kuchen bezahlt - sprechen sie miteinander.
Franca wäre gern eine berühmte Schauspielerin geworden. Aber dann geht alles schief in ihrem Leben. Bis sie eine späte Erfüllung findet, als sie in eine Seniorenresidenz zieht, wo sie sich als Schauspielerin ausgibt, die für die Familie auf ihre Karriere verzichtet hat.
Hannah Luckraft fühlt sich wie im Paradies, wenn sie durch eine pittoreske Landschaft fährt, die Haut ihres Geliebten spürt oder den Whiskey auf ihrer Zunge. Doch nie ist dieser Zustand von Dauer. Abstinenzphasen wechseln mit Delirien, aus denen sie mit blutig geschlagenem Kopf in dreckigen Hotels erwacht.
Antonio hat einen guten Beruf, eine Frau und eine Geliebte. Aber ihn verfolgt ein Trauma. Eines Tages bricht er alle Brücken hinter sich ab, kündigt sieben Jahre vor der Pensionierung und begibt sich alleine auf eine Nilkreuzfahrt.
Eine Frau überfällt in ihrer Freude über neuerworbene Designer-Möbel die Gewissheit des Scheiterns ihrer Liebe. Ein frischgebackener Hausbesitzer verzweifelt über der erdrückenden Schuldenlast. So unterschiedlich die Szenarien auch sind: Immer fungiert die Wohnung als Kulisse, vor der sich die inneren Dramen abspielen.
"Sie setzt sich auf den Boden der Telefonzelle und weint. Sie achtet darauf, dass sie von draußen gesehen wird. Es tröstet sie, ein Bild zu sein, das jemand einem anderen beschreiben könnte, in einer Stunde vielleicht oder morgen, vielleicht öfter noch, vielleicht immer wieder, ein Bild, das vielleicht nie vergessen wird."
Sara, verlassene Ehefrau, Mitte 50, wartet bereits seit sieben Stunden auf ihren Urlaubsflieger und vertreibt sich die Zeit mit Telefonaten, obwohl sie Handys hasst. Auch Claudia, Ende 40, Ex-Call-Girl und Firmenchefin, telefoniert ständig und droht ihrem Liebhaber Jan mit Geld-und Liebesentzug. Plötzlich bricht Chaos aus, ein Attentat.
"Du bist viel jünger als ich. Du weißt nicht, was es heißt, alt zu sein." Karl ist 82 und sein Sohn Martin bringt ihn beim Waldspaziergang auf Trab. Mobil sein ist alles. Aber das Tempo ist zu verschieden, auch die Wahrnehmung ist anders. Im Wald gibt es Irrwege, Irrtümer und Wunder.
Ob sie noch da sind, will er wissen, die Soldaten in der Stube unterm Teppich. "Du hast träumt, Vatter", sagt die Tochter, "dea Krieg is vorbei. Scho lang." Aber wenn's finster ist, hilft ihm nicht mal Medizin. Da sind sie wieder unterm Teppich. Existieren sie nur im Wahn eines alten, einsamen Mannes? Oder auch in anderen Köpfen?
In "Koma Island" führt Anne Krüger eine rastlose Gesellschaft vor, stetig auf der Suche nach Ablenkung, um nicht mit sich, mit der eigenen Amoral und Gefühllosigkeit, konfrontiert zu sein. Eine Welt voller Egomanen auf der Flucht vor sich selbst.
Seemann Paul ist 20 und will Schiffskoch in Genua werden. Aber er ist ein Pechvogel und landet in einer süddeutschen Kleinstadt, wo er nun sein Glück versucht. Mama soll ihm Geld für die Weiterreise nach Italien schicken. Bis dahin träumt Paul von der rosigen Rosi. Die hat einen Petticoat und arbeitet im Friseursalon "Rosi" neben der Milchbar.
Mitte des 19. Jahrhunderts. Tom Sawyer lebt bei seiner Tante Polly in der Kleinstadt St. Petersburg am Mississippi. Er hat keine Eltern mehr und zum Ärger der strengen Tante nur Unsinn im Kopf. Zusammen mit seinem neuen Freund Huckleberry Finn, der am Rande der Stadt in einer Tonne haust und seltsame Geheimnisse kennt, träumt er von großen Abenteuern. Am liebsten würde er Seeräuber werden oder Schatzgräber.
Beiträge zum Nachhören
Hörspiel
Internettrailer: Der Waldspaziergang
Sendezeit: 27.01.2010, 21:33
Der Wind - vom Krieg verwundet
Sendezeit: 24.01.2010, 18:30
Die Wiese, Internet-Ausschnitt
Sendezeit: 20.01.2010, 21:33
dradio-Recorder
im Beta-Test: