Kurt von Hammerstein-Equord, General der Reichswehr, war weder Held noch Mitläufer. Angesichts der Kriegspläne Adolf Hitlers quittierte er 1933 seinen Dienst.
Es ist Mittwoch, der 24. Oktober 1979, und Schüler Manuel hat einen dringenden Hinweis für Eduard Zimmermanns Freitagssendung "Aktenzeichen XY ungelöst". Es gibt keinen Zweifel mehr: Der Herr Schabeck aus dem zweiten Stock ist ein Verbrecher, vielleicht sogar ein Mörder.
Aus westfälischem Adel stammend, passte Kurt von Hammerstein (1878-1943) so gar nicht in das Klischee einer von Standesdünkel und Engstirnigkeit geprägten militärischen Kaste.
Der Bohrmaschine dicht auf den Fersen, strebt die Verbreitung des Tonbands in den 1960er Jahren ihrem Höhepunkt zu. Tante Ilse aus Milwaukee wird befragt, Onkel Ernst aus Tosterglope räuspert sich, Mama und Papa rufen die Kleinen vor das Mikrofon: "Jetzt erzähl' mal was. Wie heißt du denn? Sag mal: Bürgermeisterei!"
Hammerstein hatte sieben Kinder, zwei seiner Töchter waren mit Juden liiert und sympathisierten mit Kommunisten, zwei seiner Söhne hatten sich dem Widerstand vom 20. Juli 1944 angeschlossen. Für die Nazis begeisterte sich in dieser Familie keiner.
Elise, nicht mehr jung und noch nicht alt, ist in einer Krise. Gern würde sie sich von vielem verabschieden, aber alles und alle bleiben an ihr hängen. Der Rotwein, ein verführerisches Glas nach dem anderen, ebenso wie die zahlreichen Mitglieder ihrer weit verzweigten Familie.
Eine Geschichte wie in einem Western, nur dass sie in Norwegen spielt. Es geht um Liebe, Rivalität, um Landbesitz, böse Zungen und Mord.
"Wie soll ich ihm vertrauen, wenn er selbst noch nicht weiß, wer er ist?" fragt SIE. - Szenen aus dem Alltag einer jungen Liebe im Kroatien der Jahrtausendwende.
Ronald Steckels Hörstück basiert auf Jahnns Romanfragment "Perrudja" und dem Kapitel "Aus der Steinwüste der Großstädte ziehen junge Menschen aufs Land" (1930/32), das für den zweiten Teil des Romans vorgesehen war.
Die Liebe zu einer Schauspielerin erinnert den Ich-Erzähler an seine Jugend in Loisy, die Zeit seiner ersten Liebe, seine Zuneigung zu dem Mädchen Sylvie aus dem Nachbardorf, die aber unvermittelt von der strahlenden Schönheit Adriennes verdunkelt wurde.
Für sein neues Buch begibt sich der Autor Thomas Liehngart auf eine ausgedehnte Reise in die Südsee. Als er dort spurlos verschwindet, macht sich sein Freund auf die Suche und rekonstruiert aus Liehngarts Aufzeichnungen und eigenen Recherchen die letzten Wochen des Autors.
Seit 1997 begleitet Sylvia Rauer mit ihren "Hörspielräumen" den Entstehungsprozess herausragender Hörspielproduktionen von Deutschlandradio Kultur. Das Hörspiel "Vater, Mutter, Zuckerstreuer" ist diesmal der Gegenstand ihrer Dokumentation.
Bei der Verleihung des Nobelpreises in Stockholm diskutiert der belgische Quantenphysiker Alain Deriddere mit König Carl-Gustav von Schweden über das Gesetz der Trägheit. Wenn ein Zug anhält, so der König, kann man nicht beweisen, dass er tatsächlich still steht.
"Eines Tages war es soweit. Die Eltern mussten weg. Meine Mutter mit dem schwachen Sinn, mein Vater mit der Werkzeugsammlung." Das Kind sägt die Wohnung seiner Eltern aus und lässt sie mit ihrem ganzen Plunder davonschwimmen wie ein Floß.
Gleich nach Weihnachten muss sie wieder in die Stadt zurück. Hat so viel am Hals. Die Oma bringt sie zum Bus, der nach Helsinki fährt. Eigentlich wollte die Enkelin in der Stille vor Heiligabend oder am Morgen danach über die Geschichte der Familie reden.
Grundlage dieser Radioperformance sind drei ausgewählte Beckett-Texte, die in erster Linie sein "visuelles Schreiben" dokumentieren ("eye-pieces") sowie seine Bewegungs- und Beobachtungsskizzen: "The Image" (1959), "Molloy" (1951) und "Company" (1981).
Charles Bovary, Landarzt von solidem Charakter, heiratet die Tochter des wohlhabenden Bauern Rouault und richtet sich mit ihr ein bescheidenes Leben in dem normannischen Dorf Tostes ein. Emma Bovary ist voller Erwartung, sie sehnt die große leidenschaftliche Liebe herbei, so wie es sie in den Romanen gibt.
Emma Bovary wird durch die Monotonie des Landlebens und die dumpfe Zufriedenheit ihres Mannes in einen Strudel der Melancholie und Sehnsüchte gerissen. Weder der Umzug nach Yonville in die Nähe von Rouen noch die Geburt ihrer Tochter Berthe können die unerträgliche Leere in ihrem Herzen ausfüllen.
Nach der Veröffentlichung 1857 wurde "Madame Bovary" zum literarischen Skandal. Flaubert wurde wegen angeblich anstößiger Passagen der Prozess gemacht. Die Hörspielfassung erzählt die Geschichte der "Sitten aus der Provinz" und rückt Flauberts stilistische Neuerungen ins Blickfeld.
Ihr Mann glaubt nicht an Träume. Er glaubt, dass Pläne wahr werden. Aber sie hatte schon als Mädchen diese Träume, die immer eintrafen. Gut oder böse, stets kam es genauso.
Walter Spies (1895-1942), Maler, Komponist, Musiker, ein universalinteressierter, früher "Aussteiger". Er lebt in Künstlerkreisen in Dresden und Berlin, ist u.a. mit Oskar Kokoschka, mit Hans Jürgen von Wense befreundet, lebt mit dem Filmregisseur Friedrich W. Murnau zusammen.
"China, 7. Jahrhundert. Hauptmann außer Diensten MENG und Schreiber HO im Ruhestand, auf einem Berg in kreisende Erinnerung vertieft. Man hat einander lange nicht gesehen, wie im Flug vergehen Tag und Nacht, Gespräche schlagen einen Bogen. Jugend, Studium, der Krieg, die Liebe und das Alter."
Vor 150 Jahren wurde Anton Tschechow geboren. Wenige Jahre vor seinem Tod 1898 begegnete er am Moskauer Künstlertheater seiner späteren Frau Olga Knipper.
Ein Mann hat in Berlin eine Wohnung gekauft. Sie gefällt ihm eigentlich gut, dennoch verspürt er ein unerklärliches Unbehagen, wenn er die Räume betritt.
Beiträge zum Nachhören
Hörspiel
Trailer: Knallfunken oder Der Missbrauch von Heeresgerät
Sendezeit: 01.11.2009, 19:51
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