Nach dem 3. Oktober 1990 ist Deutschland ein einziger Transitraum. Im Westen ändert sich scheinbar nichts. Im Osten bricht scheinbar alles zusammen. Das Radio berichtet kontinuierlich: Erich Honecker flieht nach Moskau, Schalck-Golodkowski lebt am Tegernsee, Detlev Rohwedder wird ermordet.
Finanzdebatte im Bundestag, Giftstoffe in der Elbe, Stasiakten, Gewalt gegen Ausländer in Hoyerswerda. Und während die Ölquellen in Kuweit brennen, rufen die Menschen plötzlich nicht mehr "Helmut, Helmut" sondern "Lügner, Lügner".
"Transitraum" ist eine Recherche in unserem Gedächtnis, eine Montage aus Archiv-Material mit Wetter, Musik und Nachrichten.
Regie: Marianne Weil
Ton: Jean Szymczak
Produktion: DKultur/RB/SR 2012
Länge: 73.32 min.
Marianne Weil, 1947 in Darmstadt geboren. Sezierte, inszenierte und montierte in zahlreichen Stücken die Rhetorik des Kalten Krieges. Zuerst in: "Dem ...eutschen ...olke" (SR/SFB 1995). Zuletzt in: "Wilde Tiere in Berlin" (DKultur 2009).
Anschließend:
Interview mit der Autorin von Sabine Wollowski
Transitraum
Hörspielreihe im Deutschlandradio Kultur
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