Skandal! In diese Rubrik fiel die legendäre Uraufführung des "Sacre du Printemps" von Igor Strawinsky vor fast genau 100 Jahren in Paris. Der Skandal ist verschwunden, die Musik geblieben: Strawinskys Ballett zählt inzwischen zu den herausragenden Orchesterwerken der Geschichte.
Der "Rigoletto" war Verdis endgültiger Durchbruch zur Weltbedeutung - und über Jahre eines der absoluten Zugstücke im Kernrepertoire aller Opernhäuser. Jetzt heißt es aber seitens der Kritiker, die Oper sei reißerische und trivial. Dabei ist sie in mancher Hinsicht geradezu avantgardistisch.
Das Wagner-Jahr 2013 geht in wenigen Tagen seinem Höhepunkt entgegen, die Feierlichkeiten zum 200. Geburtstag des Opernrevolutionärs stehen vor der Tür. Und Marek Janowski interpretiert im Gespräch eines der umstrittensten Werke Wagners: die "Meistersinger von Nürnberg".
"Pulcinella war meine Entdeckung der Vergangenheit, die Epiphanie, durch welche mein späteres Werk möglich wurde. Selbstverständlich war es ein Blick zurück - die erste von vielen Liebesaffären in jene Richtung - , aber es war auch ein Blick in den Spiegel."
Bibeltexte vom Vergehen des Menschlichen und der Eitelkeit alles Irdischen - Johannes Brahms' "Ernste Gesänge", im Jahr vor seinem Tod und damit in einer Zeit geschrieben, als er das Komponieren eigentlich hatte längst aufgeben wollen, tragen ihren Titel mit vollem Recht.
Franz Schuberts tragisch frühes Ende brach eine fantastische Entwicklung ab, denn gerade in seinem Todesjahr 1828 gibt es eine Fülle großartiger Werke. Dazu gehören die drei letzten Klaviersonaten des Künstlers, unter denen die in A-Dur die utopischste Konzeption verkörpert.
Im Schaffen von Schostakowitsch spielt Kammermusik eine bedeutsame Rolle. Im Vergleich zur monumentalen Sinfonik übernimmt sie die Aufgabe intimerer, auch enigmatischerer Zwiesprache mit Zeit und Welt.
Beiträge zum Nachhören
Interpretationen
Gespräch Philipp Gessler - Dagmar Plum
Sendezeit: 30.12.2012, 16:33
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