Der Psychiater Götz Mundle hat gefordert, das Wissen über das Burn-Out-Syndrom stärker in die Schulen und in die weitere Ausbildung hineinzutragen. Die Menschen lernten nicht mehr, mit sich selbst umzugehen, sagte Mundle anlässlich des Psychiatriekongresses in Berlin.
Der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Götz Mundle, hat gefordert, das Wissen über das Burn-Out-Syndrom stärker in die Schulen und in die weitere Ausbildung hineinzutragen.
Es fehle an "emotionaler Kompetenz", sagte Mundle anlässlich des Psychiatriekongresses in Berlin. Es gehe in den Schulen und im Studium immer stärker um Methodenwissen, aber die Menschen lernten nicht mehr, mit sich selbst umzugehen. Der Bezug zu sich selbst gehe immer stärker verloren. Vor allem in der Ärzteschaft seien die Burn-Out-Symptome stark tabuisiert. Es sei ein häufiger Fehlschluss von Ärzten, sie hätten das alles im Griff und könnten sich selbst behandeln.
"Das Grundproblem beim Burn-Out ist ja, dass es uns nicht gelingt, rechtzeitig Pause einzulegen, rechtzeitig Stopp zu sagen und rechtzeitig unsere eigenen Grenzen anzuerkennen", sagte Mundle. "Wenn wir das nicht tun und chronisch über unsere Grenzen, unsere Leistungsfähigkeit hinweggehen, dann geraten wir in ein Burn-Out hinein, und das ist eben nicht nur eine kurze Erschöpfung, sondern das ist eine richtige Erkrankung des gesamten Körpers, des Gehirns."
Zu der besonderen Belastung für die Ärzte sagte er: "Wir Ärzte haben viel gelernt, wie wir den Patienten helfen können, wir haben viel zu wenig gelernt, was wir für uns tun können."
Das vollständige Gespräch mit Rainer Moritz können Sie bis zum 28.11.2010 als
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