Zum Auftakt der Paralympics in Vancouver hat sich der deutsche Mono-Skifahrer Martin Braxenthaler für eine stärkere Angleichung der Siegprämien an das Niveau der Olympia-Teilnehmer ausgesprochen.
Zwar sei dahingestellt, ob eine vollständige Angleichung gerechtfertigt wäre, räumte der Paralympics-Teilnehmer im Deutschlandradio Kultur ein. Eine Annäherung an die Olympia-Prämien würde aber eine große Anerkennung darstellen, betonte der Gesamtweltcup-Sieger: "Wir müssen genauso professionell arbeiten wie die Olympioniken. Wir haben ja noch eine Geschichte mehr. Wir managen alle erst einmal eine schwere Behinderung und dann stehen wir noch unseren Mann und üben unseren Sport auf Weltklasseniveau professionell aus."
Gleichzeitig sieht Braxenthaler Fortschritte bei der gesellschaftlichen Anerkennung des Behindertensports: "Ich bin das vierte Mal bei Paralympics dabei. Die Medienarbeit wird jedes Mal wesentlich umfangreicher, wird besser, wird professioneller. Ich denke, dass ein gewisser Weg eingeschlagen ist und der Weg geht in die richtige Richtung."
Nach den teilweise schweren Stürzen bei Olympia in Vancouver zeigte Braxenthaler Respekt vor den Strecken der Paralympics: "Es ist bei uns nicht viel anders. Wir fahren auf der Damenabfahrt-Strecke." Die Bilder der olympischen Damenabfahrt seien schließlich noch präsent. Gleichzeitig sprach der Sportler den Organisatoren sein Vertrauen aus: "Die Verantwortlichen vom Internationalen Paralympischen Komitee, die für Ski Alpin zuständig sind, sind professionell genug, dass sie uns eine Strecke bieten, mit den Helfern vor Ort natürlich, die einen guten Sport zeigen lässt und die anspruchsvoll ist, aber die das gewisse Maß an Sicherheit hat, dass sich die Leute nicht nacheinander verletzen."
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