Der Bundeselternrat hat im Kampf gegen die hohe Gewaltbereitschaft von Schülern ein höheres Engagement von allen beteiligten Seiten gefordert.
Wichtig sei die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Beteiligten, betonte der Vorsitzende Dieter Dornbusch im Deutschlandradio Kultur. Er verwies auf bereits vorhandene Kooperationen von Schulen mit der Polizei:
"Diese sollte eigentlich verpflichtend werden und sollte mit in das Schulprogramm aufgenommen werden. Man sollte das Thema wirklich in den Schulgremien thematisieren."
Auch sei eine engere Zusammenarbeit von Eltern, Schulen und Schülern notwendig, fuhr Dornbusch fort. So gebe es in einem vom Ministerium geförderten Programm in Rheinland-Pfalz freiwillige Gespräche zwischen Lehrern, Eltern und Schülern: "Im Grunde könnte es in Zukunft die jährlichen Elternsprechtage ersetzen."
Dornbusch warnte gerade bei Migrantenfamilien vor einer Ausgrenzung. Von Eltern mit Migrationshintergrund gebe es bereits gute Initiativen: "Mit denen sollte man zusammen etwas erarbeiten, zusammen das Problem angehen und nicht ausgrenzen. Die Politik in den Gemeinden schon auf den niedrigsten Ebenen, das Jugendamt- alle einfach ins Boot holen."
Als Ursache der Schülergewalt nannte Dornbusch eine häufige Perspektivlosigkeit. Ebenso könnten Probleme aber durch Zeitmangel der Eltern und Langeweile entstehen: "Und es ist auch sehr wichtig, dass in den Schulen nicht schon bei den kleinsten Rangeleien weggesehen wird. Man sollte dann gleich Stellung beziehen."
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