Der Regisseur Milo Rau hat bereits den Breivik-Prozess auf die Bühne gebracht, jetzt nimmt er sich des NSU-Verfahrens an. Beate Zschäpe attestiert er eine bemerkenswerte Durchschnittlichkeit. Die "trockene" Art der Rechtssprechung sei typisch deutsch.
Der Präsident des Verfassungsschutzes warnt vor neuen Bedrohungen durch Cyber-Kriminalität. Heute seien Trojaner relativ einfach zu bauen, sagte Hans-Georg Maaßen vor der heutigen Konferenz für Nationale Cybersicherheit in Potsdam.
Vor 15 Jahren starben 101 Menschen, als ein ICE in voller Fahrt entgleiste und gegen eine Brücke fuhr. Der Polizeiseelsorger Matthias Stalmann war am Unglücksort bei Eschede und hat Überlebenden signalisiert: "Du bist hier nicht alleine, ich halte das hier jetzt mit dir aus."
Die Proteste in der Türkei sind nicht nur zivilgesellschaftlich motiviert, glaubt der Schriftsteller Zafer Senocak: Unter die Demonstranten würden sich auch viele Nationalisten und Ewiggestrige mischen. Premierminister Erdogan sei wegen der Unruhen bereits politisch beschädigt.
Der neue Vertrag zur Regulierung des Waffenhandels sei ein gutes Instrument, die öffentliche Aufmerksamkeit auf den internationalen Waffenmarkt zu lenken, sagt Tilman Brück, der Direktor des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI. Das Abkommen verdeutliche die friedenspolitische und moralische Dimension des Waffengeschäfts.
Die Pläne der großen Parteien, auch bei Neuvermietungen eine Mietpreisbremse einzuführen, hat Kai Warnecke, Vize-Generalsekretär des Eigentümerverbandes Haus & Grund, als Wahlkampfthema kritisiert. Der eigentliche Preistreiber seien die hohen Energiekosten.
Viele Gruppen aus dem als linkem Spektrum bezeichneten Lager gehörten der Blockupy-Bewegung an, sagt der Soziologe Oliver Nachtwey. Vor allem junge Menschen, die in prekären Beschäftigungsverhältnissen stehen, würden gegen die Macht der Finanzmärkte demonstrieren.
Laut Völkerrecht ist die Tötung feindlicher Kämpfer in bewaffneten Konflikten zulässig, stellt der Völkerrechtsexperte Andreas Zimmermann klar. Das Gleiche gelte für Zivilisten. Allerdings müsse in jedem einzelnen Fall sorgfältig abgewogen werden, was tatsächlich notwendig sei. Es würden dabei die gleichen Regeln für Drohnen wie für bemannte Waffensysteme gelten.
Sicherungsverwahrung - das ist die Unterbringung besonders gefährlicher Straftäter nach der Haft, denn die Allgemeinheit soll geschützt werden. Nachdem der Europäische Gerichtshof 2010 strenge Vorgaben für die Sicherungsverwahrung gemacht hatte, versucht man diese in Berlin nun umzusetzen.
Die Menschen empfinden sich nicht als europäische Bürger, sondern verfolgen eher ihre eigenen Interessen, findet der deutsch-französische Publizist Alfred Grosser. Er fordert: Den Bürgern müssen die Vorteile der Staatengemeinschaft besser vermittelt werden.
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Interview
Katastrophengedächtnis und -verdrängung
Sendezeit: 15.06.2013, 07:48
Obamas "rote Linie" - sein Verderben?
Sendezeit: 15.06.2013, 06:49
Wen kümmern die Alten? Pflegenotstand in Deutschland
Sendezeit: 14.06.2013, 07:49
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