Die Kämpfe im Nordosten Nigerias mit der islamistischen Sekte Boko Haram seien vermutlich nicht mit mehr Soldaten zu beenden, schätzt Thomas Mättig von der Friedrich-Ebert-Stiftung in Nigeria. Hinter dem Konflikt stecke eine tiefgreifende Verbitterung gegenüber der Regierung.
Immer wieder müssen in Deutschland Wind- und Sonnenkraftwerke abgeschaltet werden, weil sie zu viel Strom produzieren und die Netze überlasten. Eine Situation, die sich verschäften könnte, da immer mehr Anlagen gebaut werden, sagt der Chef der Deutschen Energie-Agentur, Stephan Kohler. Er fordert, den Beitreibern den Anspruch auf Abnahme und Ausbau ihrer Kraftwerke zu nehmen.
Drei Mal besuchte der junge John F. Kennedy Deutschland, bevor er US-Präsident wurde. In seinen Reiseaufzeichnungen spricht er von "nordischen Rassen" und Hitler als "Legende". Oliver Lubrich, Herausgeber der Texte, sagt, Kennedy sei vom Faschismus in gewisser Weise fasziniert gewesen.
Ise Bosch ist die Enkelin von Robert Bosch und arbeitet hauptberuflich als Stifterin. Sie wünscht sich eine "Kultur des Teilens und Gebens" in Deutschland - und höhere Steuern für die oberen Einkommensschichten.
Seit mehr als 35 Jahren wird über die Frage der Endlagerung von Atommüll gestritten. Heute berät der Bundestag über eine stärkere Beteiligung der Bürger an der Lösung. Ein richtiger Schritt, glaubt Wolfram König, Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz. Am Ende müsse aber das Gemeinwohl im Vordergrund stehen.
Zum Abschluss seiner Südamerika-Reise hat Bundespräsident Joachim Gauck die Entwicklung in Brasilien und Kolumbien positiv bewertet. Die Verbesserung der Menschenrechtslage brauche allerdings noch Zeit.
Das deutsche Modell der Berufsausbildung könne einen Beitrag dazu leisten, die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Europa zu verringern, sagt Steffen Bayer vom Deutschen Industrie- und Handelstag. Das Modell habe sich bei deutschen Firmen in Spanien und Portugal bewährt.
Durch das Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz könne die Qualität der Medikamente verbessert werden, sagt Wolf-Dieter Ludwig, Vorsitzender der Arzneimittelkommission. Auch bereits zugelassene Medikamente könnten damit erneut überprüft werden. Doch das neue Gesetz ist nur ein erster Schritt.
Heute trifft der türkische Ministerpräsident Erdogan in Washington US-Präsident Obama. Erdogan wolle die Amerikaner zu einem stärkeren Engagement in Syrien bewegen, sagt der Politologe Nail Alkan.
Nach einem Einbruch stellen sich bei den Opfern nicht nur Angstzustände, sondern Ekel und Scham ein. Denn: "Die Einbrecher haben eine Intimgrenze überschritten", sagt die Psychologin Rosmarie Priet. Wichtig sei, dass die Opfer darüber sprechen und es nicht bagatellisieren.
Mehr zur Sendung:
Links bei dradio.de:
Beiträge zum Nachhören
Interview
Katastrophengedächtnis und -verdrängung
Sendezeit: 15.06.2013, 07:48
Obamas "rote Linie" - sein Verderben?
Sendezeit: 15.06.2013, 06:49
Wen kümmern die Alten? Pflegenotstand in Deutschland
Sendezeit: 14.06.2013, 07:49
dradio-Recorder
im Beta-Test: