Weil Jugendliche die Entscheidungsträger von morgen sind, hält der Polarforscher Arved Fuchs den Gipfel in Berlin für sehr sinnvoll. Dass junge Menschen aus aller Welt Botschafter in Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz werden, habe eine große Streuwirkung.
Die Gendiagnostik birgt nach Meinung von Christiane Woopen die Gefahr eines Gesundheitsdiktats. Dabei sei der Mensch "viel mehr als seine Gene", betont die Vorsitzende des Ethikrates. Schwierig sei auch die "missionarische Absicht", mit der US-Schauspielerin Angelina Jolie ihre Entscheidung publik gemacht habe.
Angesichts steigender Zahlen verschuldeter Jugendlicher plädiert der Soziologe Matthias Rau für eine Früherziehung zum richtigen Umgang mit Geld. Ohne die Eltern ginge es nicht, aber auch die Grundschule müsse "Wegzeichen" setzen.
Nach Ansicht von Marc Elsberg ist die Gesellschaft nicht genügend für den Ausfall der Stromversorgung gerüstet. Der Autor des Thrillers "Blackout - Morgen ist es zu spät", nennt das deutsche Stromnetz zwar "fragil", aber es sei immer noch eins der sichersten der Welt.
Dass die EZB verbriefte Darlehen von Schuldenstaaten kaufen will, sei ein Schritt zur Rezessionsbekämpfung, findet Gerhard Schick. Der finanzpolitische Sprecher der Bündnisgrünen sieht aber zugleich die Regierungen in der Pflicht, wirksame Maßnahmen einzuleiten.
Die Hemmschwelle bei Jugendlichen, mit Gewalt gegen andere vorzugehen, ist gesunken, meint Markus Tiedemann. Das habe nicht nur einen Grund. Die Gesellschaft verliere an Sinn, davon seien Jugendliche besonders betroffen. Auf die Eltern könne man dabei nicht mehr bauen, glaubt der Philosophie-Professor an der FU Berlin.
Der Bundestag befasst sich in dieser Woche mit einem Gesetz, das Frauen vertrauliche Geburten ermöglichen soll - sofern sie ihr Kind anschließend zur Adoption freigeben. Katharina Jeschke vom Deutschen Hebammenverband kritisiert den Entwurf. Durch diese Regelung würden die betroffenen Mütter faktisch entmündigt.
Benötigen wir einen Extremismusbeauftragten oder eine Behörde, wie sie Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger ins Gespräch gebracht hat? Eva Högl, SPD-Obfrau im NSU-Untersuchungsausschuss, meint, es sei wichtiger, in den vorhandenen Institutionen "eine andere Mentalität einzuführen".
Bei strittigen Fragen - wie der Übernahme der Kosten für die Endlagersuche - schließt die Atomindustrie eine Klage nicht aus. Zugleich stellte Atomforum-Präsident Ralf Güldner klar, dass Atomkraftwerke in Deutschland bis 2022 nur noch eine "Brückenfunktion" bei der Stromversorgung übernehmen.
Nach Einschätzung des Pakistan-Kenners Gunter Mulack ist das Militär nach wie vor die einzige gut organisierte und strukturierte Macht in Pakistan. Es wache mit Argusaugen darüber, wie die heutigen Parlamentswahlen verlaufen - und verspreche eine gewisse Stabilität im Land.
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Interview
Katastrophengedächtnis und -verdrängung
Sendezeit: 15.06.2013, 07:48
Obamas "rote Linie" - sein Verderben?
Sendezeit: 15.06.2013, 06:49
Wen kümmern die Alten? Pflegenotstand in Deutschland
Sendezeit: 14.06.2013, 07:49
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