"Wie klingt ein Kontinent?" Diese Frage verfolgte der Klangkünstler Christian Calon auf einer langen Reise durch Nordamerika. Dabei orientierte er sich an der "Continental Divide", der Wasserscheide zwischen den Flüssen Richtung Pazifik, Atlantik und Arktischem Meer.
Produzieren Pflanzen Klänge? Besitzen sie möglicherweise sogar musikalisches Potenzial? Auf der Suche nach talentierten Mitgliedern für ein Pflanzenorchester durchforstet Christina Ertl die verschiedensten Disziplinen: von der Botanik, über die Biochemie, die Esoterik, die Floristik, die interaktive Elektronik bis hin zur Musikwissenschaft.
Der französische Komponist Luc Ferrari war ein Meister der akustischen Wirklichkeiten. Seine präzisen Montagen aus Geräusch- und Instrumentalklängen sind auch für heutige Klangkunst-Talente noch eine entscheidende Referenz.
Das Radiostudio als Allegorie: produzieren, Regie führen, kontrollieren, aufnehmen, abspielen, reflektieren. Es entsteht ein Film über den Ort, der für das Hören produziert. Es wird ein Hörstück produziert, das die Unsichtbarkeit eines Films zu kompensieren versucht.
Seit über 20 Jahren trifft sich die Ars Acustica Gruppe der European Broadcasting Union, um neue Entwicklungen der Radiokunst zu diskutieren und Produktionen auszutauschen.
Im November 1947 bot der französische Rundfunk dem literarischen Exzentriker Antonin Artaud an, für die Sendung "La voix des poètes" einen radiophonen Vortrag zu erarbeiten. Artaud, nach neunjährigem Aufenthalt in psychiatrischen Kliniken wieder in Paris, sah die Chance, noch einmal eine Probe seines "Theaters der Grausamkeit" zu geben.
In der Reihe "Die zweite Stimme" dreht sich alles um die Grenzen und Möglichkeiten des Vokalapparates. Wir präsentieren drei künstlerische Positionen zum ureigensten Instrument des Menschen: Franz Mon ist seit 50 Jahren ein zentraler Vertreter der konkreten Poesie in Deutschland.
Aus Liebe zu Laila wird der iranische Dichter Madschun verrückt. Er zieht in die Wüste, Vögel nisten in seinem Haar und jahrelang streift er durch die Einöde. Das wohl bekannteste persische Liebesepos kann als Parabel auf unangepasste Lebensentwürfe, Außenseitertum und Aufbegehren gelesen werden.
"Das gegenwürtige Büechel wirdt genannt Splendor Solis oder Sonnenglantz. Thailt sich in siben Tractat, durch wellich beschriben wirdt die Kunstlich Würckhung des verporgenen Stains der Alten Weisen." Das "Splendor Solis" gilt als eine der prächtigsten Bilderhandschriften der Alchemie.
Was hört man zwischen den Stühlen? Kann Radio auch anders? Heute schon mal kurz gefasst? Deutschlandradio Kultur sucht Neuproduktionen zwischen Feature, Hörspiel und Klangkunst.
"Hier unaufhörlicher Regen, kalt." schreibt Marcel Duchamp am 25. August 1912 aus München nach Hause. Die drei verregneten Sommermonate erweisen sich rückblickend als Wendepunkt in Duchamps künstlerischem Schaffen.
Serge Baghdassarians und Boris Baltschun lösen wohlbekannte akustische Räume mit Hilfe ihrer Mikrofone in Einzelteile auf. Eine Chronologie kippt in schizofone Szenerien.
EFSF - eine Buchstabenfolge, die seit drei Jahren die europäische Finanzpolitik dominiert. Das Akronym wird in dem Stück "memorandum of understanding" zu den Tonbuchstaben e-f-es-f und verstimmt die vier Doppelsaiten der griechischen Bouzouki.
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Beiträge zum Nachhören
Klangkunst
Pflanzenorchester_Internet
Sendezeit: 05.04.2013, 00:05
Arts Birthday: Soundwalk Collective Probe
Sendezeit: 18.01.2013, 00:05
Arts Birthday: REAL TIME teaser 2
Sendezeit: 18.01.2013, 00:05
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