Seit über 20 Jahren trifft sich die Ars Acustica Gruppe der European Broadcasting Union, um neue Entwicklungen der Radiokunst zu diskutieren und Produktionen auszutauschen.
Im November 1947 bot der französische Rundfunk dem literarischen Exzentriker Antonin Artaud an, für die Sendung "La voix des poètes" einen radiophonen Vortrag zu erarbeiten. Artaud, nach neunjährigem Aufenthalt in psychiatrischen Kliniken wieder in Paris, sah die Chance, noch einmal eine Probe seines "Theaters der Grausamkeit" zu geben.
In der Reihe "Die zweite Stimme" dreht sich alles um die Grenzen und Möglichkeiten des Vokalapparates. Wir präsentieren drei künstlerische Positionen zum ureigensten Instrument des Menschen: Franz Mon ist seit 50 Jahren ein zentraler Vertreter der konkreten Poesie in Deutschland.
Aus Liebe zu Laila wird der iranische Dichter Madschun verrückt. Er zieht in die Wüste, Vögel nisten in seinem Haar und jahrelang streift er durch die Einöde. Das wohl bekannteste persische Liebesepos kann als Parabel auf unangepasste Lebensentwürfe, Außenseitertum und Aufbegehren gelesen werden.
"Das gegenwürtige Büechel wirdt genannt Splendor Solis oder Sonnenglantz. Thailt sich in siben Tractat, durch wellich beschriben wirdt die Kunstlich Würckhung des verporgenen Stains der Alten Weisen." Das "Splendor Solis" gilt als eine der prächtigsten Bilderhandschriften der Alchemie.
Was hört man zwischen den Stühlen? Kann Radio auch anders? Heute schon mal kurz gefasst? Deutschlandradio Kultur sucht Neuproduktionen zwischen Feature, Hörspiel und Klangkunst.
"Hier unaufhörlicher Regen, kalt." schreibt Marcel Duchamp am 25. August 1912 aus München nach Hause. Die drei verregneten Sommermonate erweisen sich rückblickend als Wendepunkt in Duchamps künstlerischem Schaffen.
Serge Baghdassarians und Boris Baltschun lösen wohlbekannte akustische Räume mit Hilfe ihrer Mikrofone in Einzelteile auf. Eine Chronologie kippt in schizofone Szenerien.
1971 ging eine Sensationsmeldung um die Welt: In den philippinischen Wäldern war ein Stamm von 24 Menschen entdeckt worden, die Tasaday. Ein Stamm, der sich angeblich ohne Kontakt zur restlichen Menschheit über Jahrtausende hinweg steinzeitliche Lebensformen bewahrt hat.
Die junge DDR ist dem Prinzip der elektronischen Klangerzeugung alles andere als freundlich gesinnt: "Unkünstlerisch", "Musik für den elektrischen Stuhl", so tönt es durch die Medien.
Mit seinem Buch "Der wiederkehrende Spiegel" (1985) reflektiert und bricht Alain Robbe-Grillet das Genre der Autobiografie. Er entlarvt Erinnerung als Konstruktion, deren Bezüge zum Erinnerten sich traumartig verschieben.
Ende der 1950er-Jahre beginnt in Ost-Berlin die Entwicklung des Subharchords. Bereits am Labormuster spielen Komponisten wie Paul Dessau ihre elektronische Musik ein.
Auf einem zusammengeschusterten Karren ist eine Stereoanlage befestigt. Aus den Lautsprechern schallen Koranverse und islamische Musik: So zieht die Carroussa durch die Straßen Marokkos.
Zwei Poeme des futuristischen russischen Poeten Velimir Chlebnikov (1885-1922) - in der psychiatrischen Klinik geschrieben - gaben den Anstoß zu diesem "Musik-Hörstück für Laut-Sänger, Laut-Sprecher und andere Laut-Quellen".
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Beiträge zum Nachhören
Klangkunst
Pflanzenorchester_Internet
Sendezeit: 05.04.2013, 00:05
Arts Birthday: Soundwalk Collective Probe
Sendezeit: 18.01.2013, 00:05
Arts Birthday: REAL TIME teaser 2
Sendezeit: 18.01.2013, 00:05
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