Wie ist unser Hören mit anderen Sinnen verwoben? Wie stark ist es geprägt durch Geschichte und Biografie, Technologie und Kultur? Solche Fragen untersucht seit Anfang 2010 eine Gruppe von 25 deutschen und internationalen Forschern im Netzwerk "Sound in Media Culture" der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
Krach macht krank, heißt es. Aber Felix Kubin ist ein Vertreter der "Noise Culture", ihn fasziniert, was andere als störend empfinden: das Rauschen der Großstadt, das Kratzen eines kaputten Radios, die flache, aber unerbittliche Kaufhausmusik, das schmerzende Feedback eines übersteuerten Mikrofons.
Goodbye Moderne? Der Kölner Komponist Marcus Schmickler wagt einen Abgesang auf die Mythen der Neuen Musik. Über eine Musikcollage nach formalen Prinzipien aus der Fluxus-Oper "Europeras V" des Komponisten John Cage schichtet Marcus Schmickler Manifeste von Cornelius Cardew und Guy Debord sowie Originaltonmaterial aus sechs Jahrzehnten Avantgarde-Kult.
192 Seiten Partitur, 600 Einzeltakes, 8 Spuren: Gleich mit seiner ersten Komposition für Tonband untersuchte John Cage 1952 die Grenzen des neuen Mediums. Ein Jahr lang arbeitete er an der Realisation, ganze vier Minuten dauert das Ergebnis.
Die Stadt New York war für John Cage Wohnort und Laboratorium zugleich. In der überschäumenden Kunstszene fand der Komponist reichlich Gleichgesinnte und Anregungen für seine radikalen Innovationen.
Seinen ersten großen Kompositionsauftrag erhielt John Cage im Jahr 1942 für eine Hörspielmusik: "The City Wears a Slouch Hat" ("Die Stadt trägt Schlapphut") ist ein Text des Beat-Poeten Kenneth Patchen. Der lässt eine allwissende, allmächtige Figur namens "The Voice" durch die Straßen von Chicago wandern.
Klangkunst kennt keine Grenzen. Deshalb fanden sich vor gut 20 Jahren RedakteurInnen aus ganz Europa zusammen: Unter dem Dach der European Broadcasting Union (EBU) tauschen die Mitglieder der Gruppe Ars Acustica seither regelmäßig Produktionen und Ideen aus.
Was hört man zwischen den Stühlen? Kann Radio auch anders? Heute schon mal kurz gefasst? Deutschlandradio Kultur sucht Neuproduktionen zwischen Feature, Hörspiel und Klangkunst.
Neun Personen gehen über den ehemaligen Berliner Flughafen Tempelhof. Mit Headset-Mikro und einem individuellen Audioguide verfolgen sie nacheinander den selben Weg. Dabei sprechen sie ohne Unterbrechung.
"Spuft" steht für spontanes Rezitieren unleserlicher Farbcollagen und Texte. Mit diesem Kürzel bezeichnet Jürgen Seizew einen Arbeitsprozess aus spontanen Äußerungen und konkretem digitalen Überarbeiten.
Minimalistische Soundcollagen aus disparaten Materialien, das ist das Markenzeichen der französischen DJane Chloé. Auf der Suche nach den Wurzeln ihrer Kunst ist die Elektronikmusikerin bei den Pariser Dadaisten und Surrealisten fündig geworden.
Die Situation ist alltäglich. Man telefoniert und glaubt zunächst mit dem erwarteten Partner zu sprechen, wird dann aber schnell eines Besseren belehrt. Es ist der Bruder oder die Schwester, der Vater oder die Mutter - die Stimmähnlichkeit hat uns einen Streich gespielt.
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Beiträge zum Nachhören
Klangkunst
Internet-Ausschnitt Continental Divide
Sendezeit: 02.03.2012, 00:05
Internet-Ausschnitt "Klangspuren der arabischen Welt"
Sendezeit: 03.02.2012, 00:05
Audioausschnitt "Sleep"
Sendezeit: 18.11.2011, 00:05
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