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31.05.2013 · 00:05 Uhr
Das persische Liebesepos steht für Außenseitertum (Bild: picture alliance / dpa Foto: Maximilian Schönherr) Das persische Liebesepos steht für Außenseitertum (Bild: picture alliance / dpa Foto: Maximilian Schönherr)

Republik der Verrückten

Von Oliver Kontny

Aus Liebe zu Laila wird der iranische Dichter Madschun verrückt. Er zieht in die Wüste, Vögel nisten in seinem Haar und jahrelang streift er durch die Einöde. Das wohl bekannteste persische Liebesepos kann als Parabel auf unangepasste Lebensentwürfe, Außenseitertum und Aufbegehren gelesen werden.

Die "Verrückten" im heutigen Iran - Regimekritiker und Nonkonformisten - werden vom Staat systematisch verfolgt und unterdrückt.

In dem Hörspiel verwebt Regisseur Oliver Kontny zeitgenössisches, dokumentarisches Material mit dem uralten Liebesepos. Mit zwei Instrumenten der Volksmusik liefern der Gitarrist Mark Sinan und der iranische Kamanchehspieler Kayhan Kalhor ungewöhnlich brachiale Soundscapes.


Mit: Nora Abdel-Maksoud, Adolfo Assor, Elmira Bahrami, Salome Dastmalchi, Alina Manoukian, Jasmin Tabatabai, Bijan Zamani, Maryam Zaree
Musik: Marc Sinan
Regie: Oliver Kontny
Produktion: inflated tear production/ Ymusic/Riksteatern Schweden 2012
Länge: ca. 52"


Oliver Kontny, 1974 in Dortmund geboren, ist Autor, Kurator und Dramaturg.


 
 

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