Das Passionsoratorium "Der Tod Jesu" wurde 1755 von Georg Philipp Telemann fertig gestellt und zum ersten mal in Hamburg aufgeführt. Das auf freier Dichtung beruhende Libretto, das von großer rhetorischer Intensität ist, schuf der berühmte Dichter Karl Friedrich Ramler.
"Mit dem 'Tod Jesu' begann Telemann die Reihe seiner bedeutenden oratorischen oder kantatenhaften Spätwerke, in denen er sich mit der jungen, im Gefolge Klopstocks stehenden deutschen bürgerlichen Dichtung seiner Zeit auseinandersetzte und wodurch er selbst eine höhere Stufe seines Schaffens mit neuen Ausdrucksqualitäten für neue Erkenntnis- und Gefühlsmomente betrat und zu musikalisch adäquaten Aussagen gelangte. Die 'rührende und erbauliche' Poesie habe ihm 'zu einer besonderen Art von Musik Anlass' gegeben, kündigte Telemann in einer Zeitungsanzeige an. Diese Spätwerke, so die Erkenntnis der Telemann- Renaissance der vergangenen Jahrzehnte, gehören durchaus zum Besten und Wertvollsten, was uns aus der Musik des 18. Jahrhunderts überliefert wurde, das uns zu bereichern vermag, mit dem es sich zu befassen lohnt." (Wolf Hobohm)
Schlosskirche Torgau
Aufzeichnung vom 21.2.2010
Georg Philipp Telemann
"Der Tod Jesu", Passionsoratorium
Bach Consort Leipzig
Siri Karoline Thornhill, Sopran
Susanne Krumbiegel, Alt
Albrecht Sack, Tenor
Gotthold Schwarz, Bass und Leitung
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