Hans-Peter Riegel räumt auf mit Gerüchten und Vermutungen und entlarvt den "Jahrhundertkünstler" Joseph Beuys. Riegels "Beuys" ist stilistisch kein Meisterwerk, wirkt aber auf der Faktenebene überzeugend.
Seit Jahren wird der 75-jährige Kenianer Ngugi wa Thiong'o als ein möglicher Anwärter auf den nächsten Literaturnobelpreis genannt. Er hat ein umfangreiches Werk an Romanen, Essays und Theaterstücken geschaffen. Nun legt er den zweiten Teil seiner Autobiografie vor.
Die Historikerin Ulinka Rublack hat als Herausgeberin Essays zu Aspekten einer anderen Historiografie schreiben lassen. Der Geschichtsprofessor Jürgen Osterhammel führt den Leser in die "Neue Geschichte" ein, in der es darum geht, Geschichte im globalen Kontext zu denken.
Dies ist nicht einfach nur ein neuer Gedichtband des Altmeisters Hans Magnus Enzensberger: In "Blauwärts" werden Enzensbergers Gedichte mit Bildern und Collagen des Künstlers Jan Peter Tripp zu einer gekonnten Inszenierung zusammengefügt.
Der in Buenos Aires lebende 90-jährige deutsch-jüdische Romancier Robert Schopflocher hat einen überaus gelungenen Roman über Argentiniens Vergangenheit und Gegenwart geschrieben. Im Mittelpunkt steht das Paar Maria Inés und Frederico, deren Kinder Mitte der 70er-Jahre entführt und ermordet wurden.
Die beiden französischen Regisseure Érich Rohmer und Claude Chabrol werten in den 50er-Jahren den zu ihrer Zeit als kommerziell geltenden Hitchcock zu einem anerkannten Autorenfilmer auf. Dazu lieferten sie sich erbittere Text-Schlachten mit den Hitchcock-Gegnern und Ignoranten.
Führende Vertreter ihres Fachs nehmen in diesem Band ihre eigene Disziplin in den Blick, die Erforschung der neuzeitlichen Geschichte. Sie hinterfragen den Eurozentrismus der Geschichtsschreibung und die Rolle der Historiker, die sich zu Richtern der Geschichte aufspielen.
Natan Zachs gefühlvolle und ironische Gedichte sind seit Jahrzenten Teil der israelischen Alltagskultur. Ein kleiner Gedichtband gibt nun deutschsprachigen Lesern einen Einblick in das Schaffen des streitbaren Autors.
Die Generaldirektorin des Ägyptischen Museums in Kairo, Wafaa El Saddik, muss erdulden, wie Schätze aus ihrem Museum gestohlen werden - gleichzeitig bricht auf dem Tahrir-Platz die Arabellion herein. Die Autorin versucht vergeblich, ihre Geschichte mit den historischen Ereignissen zu verweben.
Der Schriftsteller Peter Schneider erforscht das eigene Gewordensein - und findet eine depressive Mutter, die nur in ihren Liebesbriefen wirklich glücklich ist. Eine Doppel-Biografie.
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Kritik
Kritikerplatz: Monster Uni - der neue Film des Animationswerks Pixar
Sendezeit: 16.06.2013, 11:51
"Flughunde" Graphic Novel von Ulli Lust und Marcel Beyer, Suhrkamp Verlag 2013
Sendezeit: 16.06.2013, 09:33
Thomas Wynn/ Frederrick L. Coolidge, Denken wie ein Neandertaler, Philipp von Zabern, Mainz 2013, 288 Seiten
Sendezeit: 15.06.2013, 11:33
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