24.05.2013 13:07 Uhr
Zwischen Weideland und Weltall
Das bayerische Dorf Oberpfaffenhofen
Von Manuel Hoffmann
Bauernhöfe, grüne Wiesen - in Oberpfaffenhofen geht es beschaulich zu. Das Dorf, das zur Gemeinde Weßling zählt, hat weniger als 2000 Einwohner. Tagsüber sind es jedoch Tausende mehr, denn Bayern zählt laut Europäischer Raumfahrtagentur (ESA) zu den Top-5-Luft- und Raumfahrtstandorten weltweit. Allein das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beschäftigt an seinem größten Standort Oberpfaffenhofen rund 1600 Mitarbeiter. Hier befindet sich auch das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum, das u.a. mehrere Satelliten steuert (z.B. das im Aufbau befindliche Galileo-Navigationssatellitennetzwerk), aber auch Kontakt zur Internationalen Raumstation ISS hält. Oberpfaffenhofen - zwischen Weltall-Hightech und Lederhose. Wie geht das zusammen?
Der Spreewald lebt vor allem vom Tourismus, doch der Wirtschaftszweig ist in Gefahr: Rückstände aus stillgelegten Tagebauwerken gelangen in die Gewässer und färben das Wasser rostbraun. Gastwirte, Kahnbetreiber und Naturschützer kämpfen gemeinsam gegen die braune Flut.
In der Eifel waren viele Menschen depressiv und gelangweilt, bis der Krimiautor Michael Preute - besser bekannt als Jacques Berndorf - dorthin kam und der Region neues Selbstbewusstsein gab. Er schreibt Bücher über Land und Leute und hat die Eifel weltbekannt gemacht. Heute gibt es in Hillesheim sogar ein Krimihotel.
Der demografische Wandel zeigt sich auch in Rheinland-Pfalz. Die Kommunen versuchen, sich neu zu orientieren. Pirmasens will mit einer Hochschule junge Menschen in die schrumpfende Stadt locken. Birkenfeld plant den ersten Nationalpark des Bundeslandes.
Die Kommunen sind in ganz Deutschland klamm, deshalb verkaufen viele ihre Grundstücke an private Investoren. Das ist aber wenig nachhaltig und führt zu steigenden Mieten. Ulm zeigt, dass es auch anders geht. Und auch Hamburg kämpft gegen die immer weiter steigenden Kosten.
Seit zwei Jahren regiert Olaf Scholz die Freie und Hansestadt Hamburg mit absoluter Mehrheit. Für seinen Regierungsstil aber erntet er viel Kritik: Alle großen Entscheidungen ziehe er an sich, heißt es aus der Opposition. Und: Die Politik degeneriere unter ihm.
Das Flugwesen in Brandenburg hat eine lange Tradition. Und vielleicht sollten sich die für den Großstadtflughafen BER Verantwortlichen ein wenig mehr damit befassen. Denn: Aus der Geschichte lernen, heißt fliegen lernen.
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