Schiffsfinanzierer und Reeder strotzten jahrelang vor Selbstbewusstsein. Angesichts des florierenden Welthandels ließen sie wie im Rausch ein Schiff nach dem anderen bauen. Nun aber ist die Party vorbei - und die Zeche zahlen Kleinanleger.
Früher galten spekulative Schiffsbeteiligungen als Steuersparmodell für Besserverdiener, die von spezialisierten Emissionshäusern vermittelt wurden. In den letzten Jahren aber verkauften Banken und Vermittler die Beteiligungen auch an ganz normale Kleinanleger. Nun droht eine Pleitewelle unter den Schiffsfonds.
Wegen der Weltwirtschaftskrise sind die Frachtraten im Keller und die Aufträge fehlen. Das bedeutet, dass die Fonds, statt Geld zu bringen, Verluste einfahren. So müssen Anleger, statt sich über Renditen zu freuen Geld nachschießen, um zu vermeiden, dass ihr Fonds Insolvenz anmeldet.
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