Auch wenn das Warenangebot ansonsten häufig dürftig war - bei der Presseproduktion zählte die DDR zur Weltspitze: Knapp 40 Zeitungen mit einer Gesamtauflage von etwa neun Millionen Exemplaren wurden Anfang der 80er-Jahre täglich gedruckt. Doch Meinungsvielfalt ging damit nicht einher. Nach dem Mauerfall entwickelte sich nicht nur die, auch zahlreiche neue Zeitungen wurden Anfang der 90er-Jahre in Ostdeutschland gegründet.
Nur die wenigsten Neugründungen haben bis heute überlebt, auch überregional erscheinende Blätter aus der alten Bundesrepublik konnten sich im Osten nie durchsetzen - die Lesegewohnheiten von Ost und West scheinen noch immer verschieden zu sein. Heute wird der ostdeutsche Pressemarkt von eben jenen Regionalzeitungen geprägt, die bis zur Wende fest in SED-Hand waren - und nach dem Mauerfall an westdeutsche Großverlage verkauft wurden.
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Beiträge zum Nachhören
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