Während die bayerische Landesregierung sich an die Atomkraft klammert und lange AKW-Laufzeiten fordert, gibt die Landeshauptstadt München bei der Energiewende Gas.
Bereits in fünf Jahren will die 1,3 Millionen-Metropole München alle privaten Haushalte mit regenerativen Strom aus eigener Produktion versorgen. Zehn Jahre später dann auch die gesamte Wirtschaft. Dafür kauft sich die Stadt nicht nur Anteile an spanischen Solarkraftwerken und Windparks auf hoher See. Sie setzt auch auf die konsequente Verwertung städtischer Öko-Energieressourcen: Aus dem Biomüll der Bürger produzieren die Abfall-Wirtschaftsbetriebe wertvollen Strom statt - wie andernorts - schwer verkäuflichen Kompost.
Dabei kommt eine neue Generation von Biogasanlagen zum Einsatz, die ohne eigens angebaute "Energiepflanzen" auskommt. Auch die Hinterlassenschaften der Münchener Zootiere werden im Zoo-eigenem Kraftwerk in Elektrizität und Wärme verwandelt. Dazu wird mitten in der Stadt gerade ein unterirdisches Isar-Flusskraftwerk fertig gestellt. Projektiert und gebaut werden die Klein-Kraftwerke von "Green-City", einem Verein ehemaliger Öko-Aktivisten. Vor 20 Jahren begannen sie in einem Münchener Hinterhof, jetzt profitieren sie davon, dass immer mehr Städte dem Beispiel der heimlichen Öko-Energie-Hauptstadft München folgen wollen ...
Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument oder im barrierefreien Textformat
Beiträge zum Nachhören
Länderreport
Erdölförderung im Schlaubetal
Sendezeit: 11.02.2012, 06:16
Tradition und andere Zeiten
Sendezeit: 10.02.2012, 13:07
Piraten wollen saarländischen Landtag entern
Sendezeit: 10.02.2012, 06:17
dradio-Recorder
im Beta-Test: