25.05.2013 00:05 Uhr
Ein Yankee aus Connecticut
Eine Lange Nacht über Mark Twain
Von Christian Blees
Regie: Rita Höhne
Mark Twain (geboren 1835 als Samuel Langhorne Clemens) arbeitete unter anderem als Schriftsetzer, Schiffssteuermann, Goldgräber, Klatschreporter und Reiseschriftsteller. Auch übersetzte er den "Struwwelpeter" ins Englische. Berühmt wurde Twain aber vor allem durch zwei Bücher, in denen er seine eigene Kindheit an den Ufern des Mississippi verarbeitete: "Tom Sawyer" und "Huckleberry Finn". Über letzteres urteilte Ernest Hemingway, dass die "gesamte amerikanische Literatur" von ihm abstamme: "Vorher gab es nichts. Danach hat es nichts gleich Gutes gegeben."
Doch blieb der Autor vor geschäftlichen und privaten Rückschlägen nicht verschont. So trieb ihn die Investition in eine fehlerhafte Setzmaschine in den Bankrott. Zudem musste er verkraften, dass die Ehefrau und drei seiner vier Kinder vor ihm starben.
Die "Lange Nacht über Mark Twain" würdigt ausführlich Leben und Werk des volkstümlichen Literaten, in dessen Biografie sich die Zwiespältigkeit eines ganzen Zeitalters spiegelt.
Jedem steht heute die Welt offen, niemand muss mehr dort bleiben, wo er geboren wurde. Aber viele können auch nicht bleiben, wo sie heimisch wurden, der Alltag zwingt zu immer mehr Flexibilität. Die "Lange Nacht" stellt Menschen aus Deutschland vor, deren Lebensmodelle irgendwann infrage standen, bis sie den richtigen Platz dafür gefunden haben.
Mit ihrer Mischung aus Jazz und Rock waren die Doors eine der schillernsten Bands der 60er-Jahre. Und doch waren sie nichts ohne ihren Sänger. Jim Morrison begriff sich als Dichter, seine Texte als Poesie.
Édouard Glissant, der 2011 in Paris verstorbene Dichter, Essayist und Romancier aus Martinique, beschreitet in seiner Poetik eigene Wege, um die globale Chaos-Welt zu erfassen. Er geht dabei vom Magma der Erde aus, von den Erdbeben und Wirbelstürmen der Karibik, analysiert die Einflüsse einer immer noch nachwirkenden Kolonialgeschichte.
Die Geschichte der DJ-Kultur beginnt in den 70er-Jahren, als einzelne DJs begannen, nicht mehr brav eine Schallplatte nach der anderen abzuspielen, sondern in die Struktur der Stücke eingriffen, sich einzelne Sequenzen herauspickten und mit Ausschnitten anderer Platten mischten.
Ob im Schneckentempo oder im Geschwindigkeitsrausch - die Post ist mehr als ein Transportunternehmen. Träger unserer intimsten und gefühlvollsten Gedanken, aber auch behördlicher Zustellungen, wird ihr Eintreffen wahlweise herbeigesehnt oder gefürchtet.
"Ach, wenn mir nur gruselte!" - Wer wie im Grimm'schen Märchen auszieht, das Fürchten zu lernen, der findet in der Literatur der Schwarzen Romantik und ihrer Nachfolger ein schillerndes Spektrum düsterer Phantasmagorien.
Beiträge zum Nachhören
Deutschlandradio Kultur
Kakadu für Frühaufsteher 20.05.2013
Sendezeit: 20.05.2013, 08:00
Wort zum Tage 20.05.2013 (Johannische Kirche)
Sendezeit: 20.05.2013, 06:56
Muss Deutschland afghanische Hilfskräfte aufnehmen?
Sendezeit: 20.05.2013, 01:05
dradio-Recorder
im Beta-Test: