22.06.2013 00:05 Uhr
Was wird in uns wach durch den anderen?
Die Lange Nacht von Liebe und Schmerz
Von Ingrid Maenner und Susann Sitzler
Regie: Rita Höhne
Liebe und Schmerz werden in einem Atemzug genannt. In einem Hauch oder als erschöpfter Seufzer. Sie scheinen zusammengewachsen zu sein wie Zwillinge oder wie Feinde, die sich brauchen. Als Gradmesser für die Liebe gilt Leid: Film, Literatur und Musik leben von dieser Verbindung: Unerfüllt lieben, zu sehr lieben, liebend zugrunde gehen, gar nicht lieben können.
Die ›Lange Nacht‹ sucht nach den Szenarien verschiedener Liebesideale - von der romantischen Verschmelzung über gepflegten Genuss bis zum bindungslosen Sex. Wie begegnet man der existenziellen Angst vor der Einsamkeit? Die ›Lange Nacht‹ fragt nach Liebeserfahrungen und deren Ursprüngen in der Kindheit, nach den Rollen von Liebe und Schmerz zu verschiedenen Zeiten und in verschiedenen Kulturen. Die Schriftstellerin Connie Palmen spricht über Faszination und Verhängnis symbiotischer Liebe. Wie nah können sich zwei Menschen kommen? Was wird in uns wach durch den anderen, durch Liebe und Schmerz?
1972 wurde zu Ehren von Hannah Arendt (1906 - 1975) in Toronto eine Konferenz abgehalten, bei der Freunde und Kollegen Aspekte ihres Werkes kritisch diskutierten. In den bisher unveröffentlichten Tondokumenten nimmt Arendt u.a. Stellung zu ihrer Unterscheidung von Macht und Gewalt, von Politischem und Sozialem, von Denken und Handeln.
Peter Rühmkorf (1929 - 2008) hat sein Gedicht "Hochseil" am 1. Oktober 1975 in einem NDR-Studio zum ersten Mal vorgelesen. Es schließt mit den Zeilen: "Ich schwebe graziös in Lebensgefahr grad zwischen Freund Hein und Freund Heine."
Marseille ist eine Stadt im Umbruch: Die 2600 Jahre alte Hafenmetropole erhält neue Wohnungen, Büros und Kultureinrichtungen. Und fasziniert weiterhin mit seinem mediterranen Flair.
Mark Twain (geboren 1835 als Samuel Langhorne Clemens) arbeitete unter anderem als Schriftsetzer, Schiffssteuermann, Goldgräber, Klatschreporter und Reiseschriftsteller. Berühmt wurde Twain aber vor allem durch zwei Bücher, in denen er seine eigene Kindheit an den Ufern des Mississippi verarbeitete: "Tom Sawyer" und "Huckleberry Finn".
Jedem steht heute die Welt offen, niemand muss mehr dort bleiben, wo er geboren wurde. Aber viele können auch nicht bleiben, wo sie heimisch wurden, der Alltag zwingt zu immer mehr Flexibilität. Die "Lange Nacht" stellt Menschen aus Deutschland vor, deren Lebensmodelle irgendwann infrage standen, bis sie den richtigen Platz dafür gefunden haben.
Mit ihrer Mischung aus Jazz und Rock waren die Doors eine der schillernsten Bands der 60er-Jahre. Und doch waren sie nichts ohne ihren Sänger. Jim Morrison begriff sich als Dichter, seine Texte als Poesie.
Beiträge zum Nachhören
Deutschlandradio Kultur
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