27.05.2012 12:30 Uhr
Der geläufigen Lesart nach geht der Machiavellist über Leichen, Macht bedeutet ihm alles, Moral nichts. Wer war der historische Niccolò Machiavelli wirklich? Volker Reinhardt, Historiker an der Universität Fribourg, wagt eine neue Deutung.
Im Gegensatz zu populären Interpretationen und der Meinung anderer Historiker, besteht Johannes Fried in seinem Buch "Canossa" darauf, dass der Gang Heinrichs IV. zu Gregor VII. nach Canossa im Januar 1077 keine Demütigung war, sondern Buße.
Ein facettenreiches Bild des Dreißigjährigen Kriegs geben die Herausgeber Dietmar Pieper und Johannes Saltzwedel mit diesem Sammelband. 30 Beiträge von 23 Autoren beleuchten den mörderischen Kampf um Religion und Macht in Europa von 1618 bis 1648.
Irene Diekmann und Bettine Götze schreiben über das preußische Emanzipationsedikt von 1812, Dierk Walter und Birthe Kundrus über Anpassung und Lernen in transkulturellen Erstkonflikten und Helmut Volger und Norman Weiß nehmen sich in Referaten der Potsdamer UNO-Konferenzen 2000-2008 an.
Der Professor für Betriebswirtschaftslehre in Worms und Graz, Max Otte, empfiehlt "Der abenteuerliche Simplicissimus" von Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen. Das sei ein Roman aus dem Dreißigjährigen Krieg, wo es um Simplicissimus geht.
Ein französischer Offizier bereist um die Mitte des 18. Jahrhunderts den Westen des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation. Sein Tagebuch besticht durch einen wunderbar leichten, unangestrengten Ton.
Der deutsch-israelische Schriftsteller Chaim Noll hat seinen Wohnsitz in der Negev-Wüste. Er empfiehlt "Frauen der Wüste" von Florence Hervé.
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Beiträge zum Nachhören
Lesart
Johannes Fried: Canossa
Sendezeit: 20.05.2012, 12:34
Volker Reinhardt: Machiavelli
Sendezeit: 20.05.2012, 12:33
Dietmar Pieper, Johannes Saltzwedel: Der Dreißzigjährige Krieg
Sendezeit: 20.05.2012, 12:32
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