Fritz Schaap hat undercover in einer Salafisten-Schule recherchiert. In seinem Buch zeigt er die Methoden islamistischer Indoktrination. Hisham Kabbani schildert die facettenreiche Geschichte des Islam, und der indische Psychoanalytiker und Schriftsteller Sudhir Kakar erzählt von einem Leben zwischen Orient und Okzident.
Wer die Muslime in Deutschland verteidigt, muss sich auf Empörungsstürme einstellen - diese Erfahrung hat zumindest der Integrationsforscher Klaus J. Bade gemacht. In seinem neuen Buch analysiert er die Islamphobie in der Bundesrepublik.
Die Bücher von zwei zentralen Ex-Akteuren der Weltpolitik liegen vor. "Leadership" von Colin Powell und "Ein Leben in Krieg und Frieden" von Kofi Annan. Was sie von beiden halten, erläutern der SPD-Außenpolitiker Carsten Voigt und Charles King Mallory IV vom Aspen-Institut in einem "Lesart Spezial".
Als die deutsche Wehrmacht am 20. Juni 1941 die Grenzen zur Sowjetunion überschritt, wurde der Krieg zu einem Vernichtungskrieg. Die Bevölkerung des sowjetischen Imperiums sollte unterworfen und versklavt werden, kein Jude und kein Kommunist das Ende des Krieges erleben.
Ein sehr ehrliches Buch und ein sehr aufrichtiges Buch - so urteilt der ehemalige Richter am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag über die Memoiren des langjährigen UN-Generalsekretärs.
Dieser Studienband zur Konferenz von 1942, bei der die Nationalsozialisten die "Endlösung der Judenfrage in Europa" beschlossen, resümiert den Forschungsstand. Neu und wichtig sind vor allem zahlreiche Äußerungen Adolf Eichmanns nach seiner Flucht aus Deutschland.
Dem Historiker Michael Schwartz zufolge sind Deportationen und die Vertreibung von Volksgruppen die dunkle Seite der Bildung der Nationalstaaten - bis heute. In seinem neuen Buch gelingt es ihm, diese These in einen weltweiten Kontext zu stellen.
Individuelle Schuld an offensichtlich grausamen Kriegsverbrechen nachzuweisen, schien stets das größere Problem von internationalen Strafgerichten zu sein. Aktuell beschäftigen sich zwei neue Bücher mit diesem Thema.
Unterliegen Gefühle dem Zeitgeist? Ute Frevert beschreibt in ihrem Buch, wie sich Emotionen über die Jahrhunderte gewandelt haben, und dass manche von ihnen heute schon fast verschwunden sind. Trude Simonsohn berichtet von einer Liebe, die kaum Grenzen kennt.
Ein großes Lesevergnügen für alle, die die Abläufe in der Politik ein wenig kennen.
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Höfer: "Vielleicht will der Kaptalismus gar nicht, dass wir glücklich sind?"
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Robert Edward Skidelsky: "Wieviel ist genug?"
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Wolfgang Streeck: "Gekaufte Zeit"
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