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07.07.2013 · 00:05 Uhr
Feuer und Flamme sind Leitmotive der Literaturgeschichte. (Bild: Stock.XCHNG / Jeremy Doorten) Feuer und Flamme sind Leitmotive der Literaturgeschichte. (Bild: Stock.XCHNG / Jeremy Doorten)

Feuer-Werke

Über Brandherde und Flammenmeere in der Literaturgeschichte

Von Jörg Magenau

Von der Zähmung des Feuers bis zum Feuersturm - die literarische Erkundung eines Elements. Die Geschichte der menschlichen Zivilisation beginnt mit der Zähmung des Feuers. Feuer ist mit Erde, Luft und Wasser eines der vier kosmologischen Elemente.

Im Mythos ist es Prometheus, der den Menschen das Feuer bringt. Und aus der Asche erhebt sich immer wieder wie neu geboren der Vogel Phönix. Herdfeuer steht für Sesshaftigkeit und Heimat, und doch ist in der Flamme stets die Vernichtungsdrohung als elementare Erinnerung enthalten. Mit Brandrodungen wird Boden urbar gemacht, doch Feuer zerstört auch Natur und menschlichen Ansiedlungen.

Von den Scheiterhaufen des Mittelalters führt eine Linie der Intoleranz zu den Bücherverbrennungen der Nazis und den Verbrennungsöfen in Auschwitz. In der Literatur kann der Ruf "Feuer!" eine Katastrophenmeldung oder ein militärisches Kommando der Exekution sein.

Womöglich geht es aber auch nur darum, die nächste Zigarette anzuzünden. Das Zeitalter der Industrialisierung mit Stahl und Dampfmaschinen hätte es ohne Feuer nicht gegeben, aber auch nicht die Weltkriege des 20. Jahrhunderts, die den Feuersturm von der Front zurückbrachten in die Städte.

Jörg Magenau begibt sich auf einen Streifzug durch die Feuer-Stellen der Literatur von Grimmelshausen bis zu Hans Erich Nossacks "Untergang", von Schillers Glocke bis zu Wolfgang Hilbigs "Arbeit an den Öfen".


 
 

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