Seit Jahren sind die Transfettsäuren in der Diskussion, seit Jahren fordern Mediziner, deren Anteil im Essen zu senken. Inzwischen hat sich die Lebensmittelwirtschaft zu ihrer Verantwortung bekannt und eine Selbstverpflichtung unterschrieben - mit nicht nur positiven Folgen für die Verbraucher.
Eine Welle mit Frühjahrsdiäten schwappt wieder durchs Land. Lebensmittelchemiker Udo Pollmer ist durch das seichte Wasser der vielen Tipps gewatet und hat das Diät-Strandgut auf Verwertungsmöglichkeiten geprüft. Sein Urteil: Glauben Sie bloß kein Wort zu viel.
Wenn wir heute über Rückstände von Schwermetallen reden, dann geht es meistens um Millionstel eines Gramms. Vor 200 Jahren wurden diese Stoffe oft genug grammweise geschluckt - mit übelsten Folgen. Das sollte ein Chemiker ändern, der deshalb bis heute umstritten ist.
Die Spargelsaison hat begonnen. Von Jahr zu Jahr müssen die Anbauflächen ausgeweitet werden. Mittlerweile benötigt Spargel fast viermal so viel Fläche wie der Weißkohl, der als Eintopf- und Sauerkrautgrundlage bisher für die deutsche Küche als typisch galt. Das gibt Udo Pollmer sehr zu denken.
Geschossenes Wild kann große Mengen an giftigem Blei enthalten. Doch die höchste Belastung haben nicht etwa Liebhaber einer Rehkeule - sondern Vegetarier. Denn das meiste Blei wird über Gemüse, Getreide und Kräutertees aufgenommen.
Die guten Absichten kann man der Niedersachsen-Redaktion des "Weserkuriers" nicht abstreiten. Sie kaufte ein Ferkel und berichtete regelmäßig von seinem Werdegang. Bis zur Schlachtbank. Aber dort eskalierte die Situation.
Jahrzehntelang glaubten viele Menschen, sie könnten mit ein paar Tabletten Krankheit und Alter ein Schnippchen schlagen. Sie nahmen Mittel gegen die so genannten freien Radikale. Nun plötzlich gilt es als blühender Unsinn, dass sich damit Krebs, Alzheimer oder Arterienverkalkung verhindern ließen.
Nahezu jedes Lebensmittel stand schon einmal im Verdacht, Krebs zu begünstigen. Es gibt unzählige Studien, die das nahelegen. Nun gibt es noch eine Studie - und die entlarvt all die anderen Untersuchungen als Hirngespinste. Wie konnte es dazu kommen?
Nach dem ökologischen Fußabdruck und dem CO2-Fußabdruck tritt nun der Wasser-Fußabdruck den gesunden Menschenverstand mit Füßen. Wenn wir pauschal "virtuelles Wasser" sparen, haben die Menschen in Afrika oder Asien keinen einzigen Tropfen mehr, meint Udo Pollmer.
Umweltverbände fordern, der Verbraucher solle wasserbewusst einkaufen und sich etwa klarmachen, wie viel sogenanntes virtuelles Nass angeblich durch jedes Kilo Rindfleisch verbraucht werde. Warum die angestellten Wasserrechnungen Unfug sind, erklärt Udo Pollmer.
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Mahlzeit
Bewusst gesund macht krank
Sendezeit: 15.06.2013, 11:55
Ernährungsmythen
Sendezeit: 08.06.2013, 11:55
Insekten satt
Sendezeit: 01.06.2013, 11:55
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