Die Apartheid hat auch den Sport in Südafrika tief gespalten: Weiße, Schwarze und Farbige spielten in getrennten Ligen, Fußball war bei der schwarzen Bevölkerungsmehrheit der beliebteste Sport, die weiße Minderheit bevorzugte dagegen Rugby.
Daran scheint sich nicht viel geändert zu haben, könnte man auf den ersten Blick meinen: Denn bis heute ist die südafrikanische Fußball-Nationalelf überwiegend schwarz und die Rugbymannschaft weiß.
Doch der Eindruck täuscht: An der Basis lösen sich die Grenzen zwischen den Bevölkerungsgruppen langsam auf. Der Rugby-Verband bemüht sich um ein neues Gesicht, fördert verstärkt schwarze Nachwuchsspieler in den Townships.
Der südafrikanische Fußball-Bund hat das nicht nötig, könnte aber junge Talente aus den ärmeren Vierteln wesentlich stärker unterstützen als bisher, betonen Experten. Denn erst damit würde der Sport einen echten Beitrag zur Veränderung der geteilten Gesellschaft am Kap leisten.
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