Der Profifußball hat seit Anfang der 90er Jahre den Kampf gegen rassistische und rechte Tendenzen in der Fankurve aufgenommen. Nur mit erheblichem finanziellen Aufwand und durch hauptamtliche Fanbeauftragte ist es gelungen, Vorkommnisse dieser Art an den Spieltagen der oberen Ligen fast auszuschalten.
Anders ist die Situation in den Fußball-Amateurligen von der Kreisklasse bis hin zur Verbandsliga. Seit im September 2006 bei einem Auswärtsspiel Berlins einziger jüdischer Fußballverein TuS Makkabi mit antisemitischen und rechten Parolen - "Wir bauen die U-Bahn bis nach Auschwitz" - konfrontiert wurde, die auch ein Nachspiel vor Gericht hatten, kann kein Verantwortlicher im Amateurbereich diese Gefahr mehr übersehen. Seitdem sieht sich der Verein zunehmend antisemitischen Parolen und rassistisch motivierter Gewalt gegenüber.
Wo ist es einfach nur Frust, wo fängt die politisch motivierte Aktion an? Thorsten Poppe berichtet über die Hintergründe dieses Phänomens und wie die Vereine nach passenden Antworten suchen.
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