Es stinkt, frisst Ressourcen und hat die historisch gewachsenen Stadtzentren auf dem Gewissen: Das Auto genießt kein gutes Image in diesen Tagen. Der urbane Hipster fährt Rad und hat für polierte Karosserien nur ein müdes Lächeln übrig.
Das Neonlicht widmet sich Stilfragen. Sind Algenfassaden zum Beispiel nur sinnvoll oder sind sie auch schön? Was sollen die roten Punkte an den Häusern in Bukarest? Wir besuchen Deutschlands erste Drybar und nehmen ein recht vielseitiges Getränk zu uns: Tee!
Slum: Das klingt nach Müllhütten, Bettlern und Hunger. Aber es gibt auch die besseren Seiten der Elendsviertel: Es gibt dort Schönheitssalons für Arme, Ausflugsorte für Touristen und künstlerische Inspiration im Chaos.
Es geht raus an die öffentlichen Tischtennisplatten, rein in die Flüsse, wir hören Menschen zu, die das Letzte aus sich rausholen und unter Umständen meilenweit für ihren Spaß laufen. Ein gesellschaftspolitische Komponente hat all das natürlich auch: Leistungsgesellschaft und Finanzkrise, Globalisierung und Gentrifizierung bewegen sich nämlich mit.
Im Neonlicht wird es emotional. Wir begegnen einem Plattenverkäufer, der seine Scheiben am liebsten selbst behält, wandeln auf den Spuren von Elvis durch Memphis und beobachten wie sich Aktivisten in München gegen "Mietpreisexplosionen" zur Wehr setzen. Außerdem stellen wir diese Frage: Bis zu welchem Punkt lässt sich eigentlich die Natur kontrollieren?
Im Neonlicht begegnen wir in dieser Woche einer Müllvermittlerin, wir joggen morgens um sechs durch Barcelona und beobachten, wie sich der nördlichste Stadtteil New Yorks, die Bronx, in ein Touristenparadies verwandelt. Außerdem treffen wir in Tansania die Herausgeberin einer Frauenzeitschrift.
Ein taiwanesischer Fotograf lichtet Straßenhunde vor deren Tötung ab. Eine britische Designerin verarbeitet die sterblichen Reste zu "Roadkill Couture". Wir beschäftigen uns mit tierischer Musik und werden Zeuge des jährlichen Kamelwrestlings in der Türkei.
Über sieben Milliarden Menschen leben auf der Erde. Schwer, aus dieser Masse hervorzustechen. Aber es gibt sie natürlich, die Freaks und Typen und Charaktere, die anders sind als der Rest, die etwas Besonderes haben, können oder tun. Einige von ihnen treffen wir in diesem Neonlicht.
Wir treffen dreiste Geschäftemacher, die in Berlin mit Party-Touristen Geld verdienen wollen. Es geht um die katalanische Unabhängigkeitsbewegung und um Pläne der türkischen Regierung, den Bosporus in ein Erholungsgebiet zu verwandeln - eine Sendung zum 1. April.
Im Neonlicht geht es um Machtfragen. Wer hat wo in den Städten das Sagen? Im New Yorker Stadtteil Williamsburg zum Beispiel sind es reiche Hipster, die erfolgreich arme Künstler vertrieben haben.
Beiträge zum Nachhören
Neonlicht
Neonlicht 16.06.2013
Sendezeit: 16.06.2013, 13:50
L - Bonanzarad reloaded
Sendezeit: 16.06.2013, 13:42
XL - Shopping-Paradies für Subkultur
Sendezeit: 16.06.2013, 13:40
dradio-Recorder
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