Auf den Index mit NVA-Uniformen und SED-Ansteckern? Die CDU-Fraktion im Bundestag prüft ein mögliches Verbot von Symbolen aus der DDR. Doch der Politologe Klaus Schroeder warnt: Wir sollten die sozialistischen Nostalgiker nicht wichtiger nehmen, als sie sind.
In einer großen Wochenzeitung klagt Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen über die Verunsicherung in seiner Behörde, weil das Amt seit Bekanntwerden des NSU im Mittelpunkt stehe. Der Schriftsteller Bodo Morshäuser kann sich darüber nur wundern und fragt sich: Was für ein Demokratieverständnis steht dahinter?
Ärzte sind der angesehenste Berufsstand in Deutschland. Und dennoch hat ein Ärzteverband eine Imagekampagne für 15 Millionen Euro gestartet. Geld, das man besser für die Ausbildung junger Mediziner hätte ausgeben sollen, meint der Journalist Martin Tschechne.
Es heißt, die Würde des Menschen ist unantastbar. Das klingt nett und gut, meint der Kabarettist Till Reiners, doch dabei lügen wir uns in die Tasche. Denn wer sich die Behandlung von Flüchtlingen hierzulande anschaue, komme zu einem anderen Schluss: Die Menschenwürde sei nur eine Ware auf dem Marktplatz der Politik.
Bulgariens Sozialisten kehren aus der Opposition an die Regierung zurück. Die Bürger hatten gegen die konservative Regierung demonstriert, bleiben aber skeptisch gegenüber der neuen, beobachtet der Lyriker und Übersetzer Stefan Monhardt. Gefragt sind längst andere Sinnangebote.
Mit einem Heer von Dolmetschern und Milliarden an Steuergeldern pflegt die EU das Sprachenwirrwarr und festigt so das alte nationalstaatliche Denken. Zeit, dass sich das ändert, findet der Journalist Andreas Rinke. Wir Europäer müssen uns endlich angewöhnen, in Englisch miteinander zu kommunizieren.
Vorurteile gegenüber Zuwanderern müssten raus aus den Köpfen, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel vor Eröffnung des Integrationsgipfels. Auch unser Autor Ramon Schack meint: Entscheidend für eine gute Nachbarschaft ist, dass wir respektvoll übereinander und miteinander reden.
Wie Frauen leben, das hängt vor allem mit ihrer kulturellen Prägung zusammen, glaubt die Publizistin Barbara Sichtermann. Doch wo sich traditionelle und moderne Lebensentwürfe begegnen, entstehen neue Möglichkeiten.
Orbans Hitler-Vergleich mit Merkel stinkt. Europas Krise, so gibt der Politikjournalist Stephan Hebel zu bedenken, werde man nicht gerecht, indem man sich unter fragwürdigen historischen Vergleichen verirrt. Es gibt nämlich auch zutreffende Vergleiche.
Um Platz für Solaranlagen zu schaffen oder das Holz in Form von Pellets zu verfeuern, lassen zahllose Städte und Gemeinden in Deutschland Bäume und Sträucher abholzen. Damit werden die Ziele der Energiewende in ihr Gegenteil verkehrt, kritisiert die Journalistin Marita Vollborn.
Mehr zur Sendung:
Links bei dradio.de:
Beiträge zum Nachhören
Politisches Feuilleton
Warum werden Salafisten verboten?
Sendezeit: 14.06.2013, 07:22
Wer gehorcht wem - in der Tükei?
Sendezeit: 13.06.2013, 07:22
Europas Außenpolitik - eine Farce
Sendezeit: 12.06.2013, 07:22
dradio-Recorder
im Beta-Test: