Die jüngsten Wahlen in Israel haben keinen Schwung in den Friedensprozess gebracht. Die Israelis setzen ihren Siedlungsbau fort, die palästinensische Führung bleibt gespalten. Ein Gespräch mit dem israelischen Psychologen Carlo Strenger über mögliche Wege zur Überwindung des Konflikts.
Hierzulande gebe es Gegenden und Viertel, in denen Menschen mit Kippa oder anderer Hautfarbe belästigt oder angegriffen würden, bedauert Uwe-Karsten Heye. Es gehe ihm darum, in Deutschland Einwanderung zu ermöglichen und bunter zu werden, so der Vorsitzende des Vereins "Gesicht Zeigen!".
Im September will er Ministerpräsident werden, seit 20 Jahren regiert er München: Christian Ude (SPD) glaubt an eine neue Mehrheit in Bayern. Er kritisiert die "krassen" wirtschaftlichen Gegensätze im Freistaat und fordert mehr Geld für Kommunen.
Auch er habe gedacht, "dass der Euro als Katalysator für Reformen" in den einzelnen EU-Ländern wirken würde, sagt der Ökonom Jürgen Stark. Jetzt gibt er zu, sich geirrt zu haben. Er fordert ein Umdenken auf dem Finanzsektor und einen europäischen Finanzminister.
Eine effektive Bekämpfung von Steuerhinterziehung und mehr Personal für die Finanzverwaltung - das fordert Thomas Eigenthaler, Vorsitzender der Deutschen Steuergewerkschaft. Außerdem müssten die Steuersätze gesenkt werden. Alle Abzugsmöglichkeiten und Privilegien im Steuerrecht gehörten auf den Prüfstand.
Nach Razzien bei deutschen Nichtregierungsorganisationen in Moskau hat die Generalsekretärin der deutschen Sektion von Amnesty International die Bundesregierung aufgefordert, ihre Position deutlich zu machen. Auch SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück sollte sich soldidarisch mit Regierungsgegnern zeigen.
Die Ministerpräsidentin des Saarlandes, Annegret Kramp-Karrenbauer, plädiert für eine Anhebung des Spitzensteuersatzes: Die Erhöhung auf das in den 90er-Jahren geltende Niveau "wäre auch noch einmal möglich". Die CDU-Politikerin verteidigte das Eintreten ihrer Partei für einen Mindestlohn in Branchen ohne geltende Tarifverträge.
Es sei nicht einzusehen, dass die Stadt Wuppertal, die mit etwa zwei Milliarden Euro verschuldet ist, immer noch rund 20 Millionen Euro pro Jahr für den Aufbau Ost überweisen müsse, meint der Wuppertaler Stadtdirektor Johannes Slawig. "Damit muss jetzt Schluss sein", fordert der CDU-Politiker.
In der Nahrungserzeugung leiste sich Deutschland ein System mit vielen Schwachstellen und Interessenkonflikten, sagt Matthias Wolfschmidt von Foodwatch. Den Verbrauchern eine "Geiz-ist-geil"-Mentalität vorzuwerfen, sei eine beliebte Masche der Politiker.
Im Zweiten Weltkrieg war Stéphane Hessel in der Résistance aktiv, wurde von der Gestapo verhaftet und hat das KZ nur mit Glück überlebt. Er erlebte die Aussöhnung zwischen Frankreich und Deutschland. Kürzlich verstarb der einflussreiche 95-jährige Intellektuelle in Paris. Burkhard Birke traf ihn noch im Dezember 2012 in seinem Haus.
Beiträge zum Nachhören
Tacheles
Internationale Energieagentur, IEA: Co²-Anstieg ist besorgniserregend
Sendezeit: 15.06.2013, 13:05
Agnes Heller: "Ungarn fehlt eine demokratische Tradition"
Sendezeit: 08.06.2013, 13:04
Oskar Lafontaine Tacheles
Sendezeit: 01.06.2013, 13:05
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