Durch ihre Politik werde der notwendige Wandel in Europa verlangsamt, kritisiert der grüne Europaabgeordnete Jan Philipp Albrecht die Kanzlerin. Er wirft Angela Merkel (CDU) vor, die grundlegenden Entscheidungen "in der Hand allein der Staats- und Regierungschefs" zu belassen.
Angesichts der Proteste gegen den islamkritischen Film sprach sich Martin Schulz, Präsident des Europaparlamentes, für einen Dialog zwischen den Religionen und Kulturen aus. Es sei jedoch schwierig die Grenze zwischen Meinungsfreiheit und der Beleidigung von Religion zu ziehen.
Es sei verständlich, dass sich israelische Politiker mit einem Angriff auf den Iran beschäftigen, sagt die Journalistin Sylke Tempel. Ein solcher Erstschlag gegen das iranische Atomprogramm sei jedoch "eine höchst diffizile Angelgenheit". Um eine wirksame Abschreckung aufzubauen, fehlten Israel wiederum die Mittel.
Am 12. September entscheidet Karlsruhe über die Eilanträge gegen die Beschlüsse zu ESM und Fiskalpakt. Der ehemalige Verfassungsrichter Winfried Hassemer hofft, dass das Gericht "mal sagt, die Grenze ist erreicht".
Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zum Verbot gewerbsmäßiger Sterbehilfe geht in die richtige Richtung, meint der Palliativmediziner Michael de Ridder. Die Entscheidung gehöre "in den Intimraum von Arzt und Patient" und schließe Kommerzialität aus.
Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, Hans-Heinrich Driftmann, hält weitere Hilfen für Griechenland und andere notleidende EU-Staaten für notwendig - aber nur, wenn sie klar begrenzt sind. Außerdem sprach sich Driftmann für ein Verbot des Biokraftstoffs E10 aus.
Ob die die Polen froh sind, nicht zur krisengeplagten Eurozone zu gehören, ist eine der Fragen an den ehemaligen Botschafter Polens, Janusz Reiter. Als Leiter des Warschauer Zentrums für Internationale Studien äußert er sich auch zum nicht immer einfachen Umgang mit dem Nachbarn Deutschland.
Zehntausende Hähnchen in einem Stall? Umwelt- und Tierschutzverbände kritisieren solche Zustände seit Langem. Doch der neue Bauernpräsident Joachim Rukwied hält die Masttierhaltung für unverzichtbar. Auch den umstrittenen Einsatz von Antibiotika verteidigt der Landwirt.
In der Automobilwirtschaft liegen die Nerven blank: Fiat-Chef Marchionne hat dem Volkswagen-Konzern eine rücksichtslose und zerstörerische Preispolitik vorgeworfen. Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer über deutsche Übermacht, die Probleme von Opel und Elektroautos.
Es gelte einen Rahmen zu schaffen, um die Eurozone zu schützen, fordert Carsten Schneider, haushaltspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Die Erklärung von Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Hollande, den Euro unter allen Umständen abzusichern, begrüßt Schneider.
Beiträge zum Nachhören
Tacheles
Internationale Energieagentur, IEA: Co²-Anstieg ist besorgniserregend
Sendezeit: 15.06.2013, 13:05
Agnes Heller: "Ungarn fehlt eine demokratische Tradition"
Sendezeit: 08.06.2013, 13:04
Oskar Lafontaine Tacheles
Sendezeit: 01.06.2013, 13:05
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