Im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele in London ist der Molekularbiologe Werner Franke geschockt durch neuere Entwicklungen im Dopingbereich. Das Fachwissen und die Vorgehensweise der Kontrolleure müssten erheblich verbessert werden, so Franke.
Was sind Schulden? Was ist Geld? Was ist Gesellschaft? David Graeber holt bei der Beantwortung dieser Fragen weit aus. Der Anthropologe geht in seinem Bestseller "Schulden - Die ersten 5000 Jahre" den Vorstellungen von Schuld und Schulden seit Anbeginn der Menschheit nach.
In Amerika wie in Europa rede man ständig über Krisensymptome, statt Ursachen zu bekämpfen, kritisiert Friedrich Merz, Vorsitzender der Transatlantikbrücke. Es brauche gemeinsame Konzepte, die qualitativ dauerhaftes Wachstum schaffen und keine finanzpolitischen Operationen, die allenfalls für ein paar Wochen Zeit gewinnen.
Es müsse alles Mögliche in "unserer Kraft Stehende" getan werden, um zu verhindern, dass das Projekt Euro scheitert, sagt Klaus-Peter Müller, Aufsichtsratsvorsitzender der Commerzbank AG. Eine europäische Bankenaufsicht halte er für durchsetzbar, zur Not auch ohne Großbritannien.
Über Jahre gelang es Behörden nicht, der Zwickauer Terrorzelle auf die Spur zu kommen. Die Fehler müssten vorurteilsfrei aufgeklärt werden, sagt Jörg Ziercke, der Präsident des Bundeskriminalamts. Es bedrücke ihn, dass man den Opfern nicht den nötigen Schutz habe zukommen lassen.
Die sogenannte Teppich-Affäre von Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) nimmt eine neue Wendung. Wie Niebel gegenüber Deutschlandradio Kultur sagte, war der Teppich, den er vor drei Monaten in Afghanistan gekauft hatte, "überhaupt nicht zollpflichtig".
"Die Lösung wird schnell erfolgen müssen", sagte Euro-Gruppenchef Jean-Claude Juncker. Es gäbe jedoch keinen makroökonomischen Grund dafür, dass sich Spanien unter den Rettungsschirm stelle, betonte Juncker unter Hinweis auf die Konsolidierungsbemühungen der spanischen Regierung.
In Europa wird es mittelfristig Eurobonds geben, sagt der langjährige Finanz- und Wirtschaftsminister in Italien, Giulio Tremonti. Voraussetzung dafür sei eine größere Haushaltsdisziplin der einzelnen Länder. Allerdings dürfe man nicht warten, bis die Haushalte vollständig konsolidiert seien.
Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Marco Bode fordert neue Maßnahmen, um der Gewaltbereitschaft sogenannter Fans zu begegnen. So sollten die Kontrollen vor und in den Stadien intensiviert und personalisierte Eintrittskarten eingeführt werden.
Seit den 80er-Jahren habe Griechenland Subsidien in Höhe von 100 Milliarden Euro aus Brüssel bekommen. Ein Konjunkturprogramm hält der Ökonom Markus C. Kerber daher nicht für die Lösung. Griechenland brauche einen Staat, der Regeln setzt.
Beiträge zum Nachhören
Tacheles
Internationale Energieagentur, IEA: Co²-Anstieg ist besorgniserregend
Sendezeit: 15.06.2013, 13:05
Agnes Heller: "Ungarn fehlt eine demokratische Tradition"
Sendezeit: 08.06.2013, 13:04
Oskar Lafontaine Tacheles
Sendezeit: 01.06.2013, 13:05
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