Der britische Historiker Timothy Garton Ash forscht über die Grenzen der Meinungsfreiheit und spricht sich für möglichst wenig Tabus aus. Für ihn endet die Meinungsfreiheit dort, wo Worte unmittelbar in Gewalt münden. Hier müsse der Gesetzgeber einschreiten.
Wer es nicht schafft, sich in das Leben von Kriegsflüchtlingen hineinzuversetzen, der verliert seine eigene Menschlichkeit, sagt die Autorin Janne Teller. Ihr Buch "Krieg - Stell dir vor, er wäre hier" fand sich plötzlich in Berliner Briefkästen.
Bürger des Stadtteils Berlin-Charlottenburg mobilisieren zum Protest gegen ein Heim für Asylbewerber. Die Einwohner befürchten einen Anstieg von Kriminalität. Befürworter des Flüchtlingsheims rufen sie dazu auf, sich in die Lage der Flüchtlinge zu versetzen.
Die EU-Handelsminister verhandeln heute über das Freihandelsabkommen mit den USA. Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, Olaf Zimmermann, fordert, dass sich die Bundesregierung für die Herausnahme des Kultursektors aus diesem Abkommen eintrete.
Er sei Ungar - und er schäme sich, sagte Regisseur David Marton gestern im Berliner Maxim Gorki Theater. Grund sei die Lage der Künstler, die unter Ungarns rechtem Regierungschef Viktor Orbán immer schwieriger werde: "Das Unabhängige, das Freie existiert als Idee nicht mehr."
Die Rote Armee Fraktion ist reif fürs Museum: Das Haus der Geschichte in Stuttgart zeigt eine historische Ausstellung rund um die Terroristengruppe. Schriftliche Zeugnisse klären zwar über die Psyche der Täter auf, erklären aber nicht die Genese ihrer Gewalt.
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Angewandte Aufklärung: Von der Mündigkeit der Bürger in der Krise
Sendezeit: 14.06.2013, 16:09
Literaturattacke - mit Büchern gegen die Angst vor Flüchtlingen
Sendezeit: 14.06.2013, 15:12
Anwohner gegen Notunterkunft für Kriegsflüchtlinge in Berlin-Westend
Sendezeit: 14.06.2013, 15:10
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