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27.11.2009

Stellvertretende Vorsitzende von "Aktion Lebensrecht für Alle": Existenz von Babyklappen ist gerechtfertigt

Nach Meinung der stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins "Aktion Lebensrecht für Alle", Alexandra Maria Linder, sollten Babyklappen auch künftig eine Anlaufstelle für Mütter in Not bleiben. Erst wenn flächendeckend schon im Schulunterricht eine ausreichende Aufklärung stattfinde, könne man unter Umständen darauf verzichten, sagte Lindner.

Der Deutsche Ethikrat hat sich für eine Abschaffung der Babyklappen ausgesprochen und lehnt auch die Möglichkeit der anonymen Geburt ab. 500 Babys sind seit Einführung der Anlaufstellen für Mütter in Not in den Klappen abgegeben worden.

Alexandra Maria Linder sagte: "Wenn Sie alleine diese Zahl von 500 Kindern sehen, die gerettet worden sind durch die Klappen, bin ich der Meinung, dass dies das Bestehen der Babyklappen absolut rechtfertigt."

Zu dem Vorwurf, die Klappen könnten auch von Eltern in Anspruch genommen werden, die ihr Kind sehr wohl zur Adoption hätten freigeben können, sagte Linder: Sie könne sich nicht vorstellen, dass diese Einrichtung von Eltern genutzt werde, die zu rationalen Überlegungen wie einer Freigabe zur Adoption in der Lage seien. "Wenn man über Adoption nachgedachte hätte, käme man dann hinterher nicht auf die Idee, ein Kind in die Babyklappe zu legen. Ich glaube nicht, dass das derselbe Personenkreis ist." Das Abgeben eines Säuglings in der Babyklappe sein "eine absolute Notsituation." Und in dieser müsse den Frauen geholfen werden.

Derzeit diskutierte Modelle wie die "vertrauliche Geburt", die Daten von Mutter und Kind zumindest für ein Jahr lang anonym hält, so Linder weiter, seien nur dann eine gute Alternative zu Anlaufstellen wie der Babyklappe und zu anonymen Geburten, "wenn es ein absolut bürokratiefreies Gesetz wird und ganz leicht durchzuführen ist".


Das vollständige Gespräch mit Alexandra Maria Lindner können Sie bis zum 27.4.2010 als
MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.//


 
 

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