Zum Inhalt
Zur Deutschlandradio Kultur-Startseite
 
nach oben
30.11.2009
Die Moscheenvereine müssen sich mehr öffnen, sagte Necla Kelek. (Bild: AP) Die Moscheenvereine müssen sich mehr öffnen, sagte Necla Kelek. (Bild: AP)

Necla Kelek: Schweizer Entscheidung ist Zeichen für Misstrauen

Islamkritikerin: Muslime müssen sich mehr öffnen.

Nach Ansicht der Autorin und Soziologin Necla Kelek sind die Ängste und Unsicherheiten der Menschen in vielen europäischen Ländern gegenüber dem Islam von Muslimen und Moscheengemeinden selbst verschuldet.

Zur Volksinitiative in der Schweiz gegen den Bau von Minaretten sagte die türkischstämmige Islamkritikerin und Frauenrechtlerin: "Ich sehe dahinter nicht nur, dass populistische Menschen mit rechten Gedankengut im Kopf gehandelt haben. Ich sehe da auch Bürger, die besorgt sind, die sehr, sehr viele Fragen haben und seit Jahrzehnten keine Antworten - weder von Islamverbänden noch von türkischen Verbänden - darauf bekommen."

Zwar betonte Kelek, sie lehne die Art und Weise ab, wie die Schweizer Initiative mit dem Thema umgegangen sei. Gleichwohl gebe es in der Schweiz vor allem deshalb Probleme zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen, weil viele muslimische Familien sich deutlich abgrenzten und zurückzögen: "Ich kenne keinen Moscheeverein in der Schweiz, der einen säkularen, bürgerlichen und fortschrittlichen Islam vertreten würde."

Die öffentliche Debatte über den Islam sei keine inhaltliche Debatte: Es werde immer nur darüber debattiert, wie die Muslime ihren Glauben praktizieren wollten und "mit Anwälten gedroht". Das mache vielen Bürgern Angst. Kelek weiter: Die politischen Parteien, vor allem die des bürgerlichen Lagers, müssten die Ängste "endlich ernst nehmen", auch die Moscheenvereine müssten für "einen offenen Dialog werben."

Sie können das vollständige Gespräch mit Necla Kelek mindestens bis zum 30.04.2010 in unserem Audio-on-Demand-Angebot hören. MP3-Audio


 
 

JETZT IM RADIO

Deutschlandradio Kultur

Seit 23:05 Uhr
Fazit
Nächste Sendung: 00:00 Uhr
Nachrichten

mehr

LIVE-STREAM

Deutschlandradio Kultur

Dokumente und Debatten mehr

AUDIO ON DEMAND

Beiträge zum Nachhören

Thema

Der umstrittene Direktor des rumänischen Kulturinstitus räumt das Feld

Sendezeit: 18.06.2013, 16:08

"Jägerstätter" - die Geschichte eines österr. Widerständlers kommt auf die Bühne

Sendezeit: 18.06.2013, 15:09

Enttäuschung Obama? Wie amerikanische Intellektuelle zum Präsidenten stehen

Sendezeit: 18.06.2013, 14:09

PODCAST

Radio zum Mitnehmen

Podcast: Sendungen

Podcast: Themen

PLAYER / RECORDER

dradio-Recorder
im Beta-Test:

 

KOOPERATIONSPARTNER

ARD-Logo und Link  ZDF-Logo und Link  Phoenix-Logo und Link