Vor hundert Jahren wurde das erste Mal der Internationale Frauentag begangen. Nach Jahrzehnten des Kampfes um mehr Gleichberechtigung, nach Frauenpower und Pille, nach Quotendebatte und Minirock: Wo stehen die Frauen heute?
Wie weit sind sie gekommen mit der Emanzipation? Und was bleibt noch zu wünschen übrig? Dazu haben wir zwölf Frauen des öffentlichen Lebens gefragt, was Gleichberechtigung für sie persönlich bedeutet, und was Ihnen noch fehlt zum Frauenglück.
Katrin Göring-Eckardt
Politikerin der Grünen und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages:
"Mischung ist gut für den Erfolg in der Politik"
Regine Sixt
Managerin Mietwagenunternehmen Sixt und Gründerin der Sixt Kinderhilfe:
"Ich sage immer, dass ich emanzipiert bin, ohne eine Emanze zu sein"
Lore Maria Peschel-Gutzeit
Juristin und Hamburger SPD-Justizsenatorin a.D.:
"Emanzipation bedeutet für mich die vollendete Gleichberechtigung beider Geschlechter"
Sibylle Plogstedt
Publizistin und Gründerin der feministischen Frauenzeitschrift "Courage":
"Es müssen auch Männer Frauen lieben können, die über ihnen hierarchisch stehen"
Judith Rakers
Moderatorin:
"Wenn man bedenkt, dass es vor 35 Jahren noch eine gesetzlich vorgeschriebene Aufgabenverteilung in der Ehe gab, dann haben wir historisch gesehen in sehr kurzer Zeit sehr viel erreicht"
Ines Pohl
Chefredakteurin der Tageszeitung "taz":
"Frauenemanzipation muss für mich immer weltweit gedacht werden"
Hatice Akyün
Autorin und Kolumnistin:
"Frauenemanzipation bedeutet für mich, dass ich als Muslimin selbst entscheide, ob ich ein Kopftuch tragen möchte oder nicht"
Margot Käßmann,
Theologin und ehem. Bischöfin und Vorsitzende der EKD:
"Für viele Frauen ist es immer noch nicht möglich, ihre gute Ausbildung umzusetzen, wenn sie Kinder bekommen"
Gerlinde Unverzagt
Journalistin und Autorin:
"Frauenemanzipation bedeutet für mich, nichts deshalb machen zu müssen, weil ich eine Frau bin"
Bettina Röhl
Publizistin:
"Ich wünsche mir mehr Entspannung in der Emanzipationsfrage"
Layla Al-Zubaidi
Büroleiterin der Heinrich-Böll-Stiftung Beirut:
"Ich wünsche mir, dass wir Frauen solidarischer miteinander sind und dass wir uns nicht trennen lassen durch Religion, Hautfarbe oder andere Differenzen"
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