Diskotheken wären von einer GEMA-Erhöhung besonders betroffen (Bild: picture alliance / dpa / Florian Schuh)
Der Bundesverband der Clubbesitzer sieht durch die angekündigte Tarifreform der GEMA zehntausende Arbeitsplätze gefährdet. Verbandssprecher Olaf Möller sagte, die "unsägliche" Reform müsse vom Tisch, denn sie bedrohe die Existenz aller Betreiber von Clubs und Bars.
Natürlich müsse es eine angemessene Vergütung für Künstler geben, so Möller. Bei einer Erhöhung der Tarife müsse aber eine "Anpassungsphase" für Clubs, Musikkneipen und Diskotheken geschaffen werden. Nach seinen Angaben entscheidet das Deutsche Patent- und Markenamt am 21. Juni über die Reform.
Richtwert für Abgaben müsse der Netto-Umsatz sein, verlangte Möller. Zudem müsse die GEMA mehr Ausschüttungsgerechtigkeit herstellen. Möller forderte außerdem mehr Transparenz: Momentan wisse niemand, warum und wie viel Geld an welche Genres und Künstler ausgeschüttet werde. "Das ist intransparent, das ganze Verfahren", kritisierte er.
Dass einige Clubs nach der Reform sogar bessergestellt werden, wie von der GEMA behauptet, bezeichnete Möller als "Lüge": "Wir haben das nachgerechnet, es stimmt einfach nicht, dass es gleich (bleibt) oder günstiger wird", sagte er. Die geplante Reform wirke sich auch auf die Gäste aus, die künftig mit deutlich höherem Eintritt rechnen müssten. Bislang habe es nur wenig Reaktionen aus der Politik gegeben, klagte er.
Das vollständige Gespräch mit Olaf Möller können Sie bis zum 4. November 2012 in unserem Audio-on-Demand-Angebot als MP3-Audio hören.
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