Der neue Menschenrechtsbeauftragte des deutschen PEN-Verbandes, Faraj Sarkohi, will zukünftig mehr Druck bei der Durchsetzung der Meinungsfreiheit und der Menschenrechte ausüben. Insbesondere solle auch mehr Hilfe für inhaftierte Schriftsteller in aller Welt geleistet werden, sagte Sarkohi im Deutschlandradio Kultur.
Das PEN-Zentrum könne großen Einfluss auf die Situation von zensierten, verfolgten und inhaftierten Schriftstellern nehmen, indem es die öffentliche Meinung in eine bestimmte Richtung lenke, betonte Sarkohi.
In Bezug auf die Situation in seiner iranischen Heimat äußerte der Schriftsteller und Journalist, der seit 1998 in Deutschland lebt: "Wenn der Druck aus der Öffentlichkeit da ist, dann können die Staaten auch dazu gebracht werden, ihre politischen und wirtschaftlichen Beziehungen mit dem Iran zu nutzen, auch im Hinblick auf die Menschenrechte Veränderungen zu bewirken." Das gelte besonders für die Bundesrepublik Deutschland, die sehr enge Handelsbeziehungen mit dem Iran unterhalte.
Eine militärische Intervention im Iran als Reaktion auf dessen Atomwaffenprogramm bezeichnete Sarkohi als "nicht wünschenswert". Sollte der Iran allerdings in den Besitz von Atomwaffen gelangen, würden auch andere Länder wie etwa Ägypten, Saudi-Arabien oder die Türkei diesem Beispiel folgen, sagte er. Daraus würde sich eine schwierige und gefährliche Situation für diese Region ergeben.
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